Aufwertung durch Leader+

  Die Gemeinden Alpenrod und Lochum wurden – ebenso wie das "Obere Wiedtal" – im Rahmen des Leader+-Projektes infrastrukturell und touristisch aufgewertet. Der Schwerpunkt lag hier in der Verknüpfung der Stöffelregion um Enspel mit der Westerwälder Seenplatte, der "Alten Poststraße" und dem Beginn des Wiedweges an der Wiedquelle bei Linden.
Dies wurde durch die Herrichtung von beschilderten Wegen und attraktiven Verweilstationen (z. B. Welterstein und Gräbersberg) erreicht. Bei Alpenrod wurde ein Schotterparkplatz als Ausgangspunkt für verschiedene Wander- und Nordic-Walking-Strecken erweitert und mit heimischen Sträuchern und Bäumen eingegrünt. Der Fußweg zum Gräbersberg und zur "Alpenroder Hütte" sind nun ebenfalls ausgebaut. Neue Hinweistafeln am Aussichtsturm, in Lochum und an der "Alten Poststraße" erleichtern die Orientierung. Am Gräbersberg wurde das Modell des ehemaligen Gräbersbergturmes neu aufgebaut; es dient nun als Spielgerät. Spielplatz, Turmsockel und Hütte sind mit standorttypischen Gehölzen eingegrünt. Nicht zuletzt ist der Welterstein, der  aus drei geologisch interessanten Basaltformationen besteht, jetzt über den Rundwanderweg zu erreichen. Hier, wie auch im Bereich des Gräbersberges verläuft der Qualitätsweg "Westerwald-Steig".



Historie "Alte Poststraße"

Vor 1657 und erneut 1678-1680 versuchte der Graf von Sayn-Hachenburg, Salentin Ernst von Manderscheid und Blankenheim, den Verkehr auf der Köln-Frankfurt-Straße (der heutigen B 8) über Hachenburg zu leiten. Diese sollte nicht mehr in Altenkirchen von der Köln-Leipziger-Straße (der heutigen B 414) abzweigen, sondern von Hachenburg an Alpenrod vorbei über Lochum nach Wölferlingen führen und dort wieder auf die ursprüngliche Strecke treffen.
Der Kurfürst von Trier widersetzte sich jedoch diesen Plänen. Die Umleitung – "Alte Poststraße" genannt – musste rückgängig gemacht werden und geriet bald in Vergessenheit.
Im Nahverkehr aber wurde sie weiterhin benutzt, wie u. a. ein Register von 1689 bestätigt.



Weithin beliebt – die "Alpenroder Hütte"

Eine ganz spezielle Atmosphäre erwartet die Gäste in der "Alpenroder Hütte". In einer Höhe von 513 Metern liegt sie als Verschnaufoase für Wanderer optimal. Aber auch Nordic Walker und Motorradfahrer treffen sich hier gerne, um die rustikale Küche in Anspruch zu nehmen – bei günstiger Witterung am liebsten auf der großen Außenterrasse. Reiter sind ebenfalls willkommen – "Jöckels Hütte" verfügt sogar über einen eigenen "Pferdeparkpatz".  Samstags bekommt man mit etwas Glück Live-Musik geboten, am Sonntag lockt ab 10.00 Uhr ein Frühstücksbuffet.
Alternativ bietet sich ein Besuch im "BistroRant" Sattelkammer im Gut Neuhof an.
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