Alte Brunnen und neue Leitungen

Der Wasser-Erlebnis-Pfad ist ein Rundwanderweg mit einer Gesamtlänge von etwa 13 Kilometern. Die Strecke führt von der Westerwald-Brauerei in Hachenburg durch den Hachenburger Stadtwald vorbei nach Gehlert, von dort weiter zur mit 513 m NN höchsten Erhebung des Hachenburger Westerwaldes, dem Gräbersberg bei Alpenrod und in einem Bogen nach Hachenburg zurück. Mehrere Anknüpfungspunkte zur Wiedquelle und zur "Westerwälder Seenplatte" erlauben das Zusammenstellen individueller Routen. Der Wasser-Erlebnis-Pfad dient als Zuweg zum Westerwald-Steig und zum Wiedweg.



Von Hachenburg nach Gehlert

Start ist der Parkplatz der Westerwald-Brauerei in Hachenburg. Folgt man von hier der Markierung von Hachenburg nach Süden, gelangt man an einer Streuobstwiese und einem Kinderspielplatz vorbei in den Wald, zunächst mit jungem, später mit älterem Baumbestand. Vorbei an der Rothbach-Grotte geht es entlang des Rothenbaches bis zum Quellbereich des "Hachenburger Pils" und weiter in Richtung Gehlert. In der Gemarkung Gehlert befinden sich neben der Wasserförderung der Hachenburger Brauerei zahlreiche Tiefbrunnen und Quellen. Dies hat dazu geführt, dass der gesamte Bereich um die Ortsgemeinde Gehlert als Wasserschutzgebiet ausgewiesen wurde. Unterwegs wird die historische Technik der Wiesenbewässerung anschaulich dargestellt.
Hinweistafeln informieren über die Wassernutzung im Dorf, die Geschichte der Gemeindebrunnen im Raum Hachenburg sowie über den Rothenbach.




Wassertreten auf dem Rückweg

Auch im weiteren Verlauf des Erlebnispfades treffen Wanderer immer wieder auf Stationen mit Infotafeln.
Nachdem mit dem Gräbersberg (513 m NN) der südlichste Punkt der Wanderung passiert wurde, ist eine dieser Stationen die ehemalige Kaolingrube Böhmsfund am Dickenhahn, ein künstliches Stillgewässer, das als Angelweiher genutzt wird. Es liegt von Birken umstanden in der Waldidylle und ist bekannt für die helltürkisgrüne Farbe seines Wassers, welche besonders bei Sonnenlicht auffällt, sowie als Abbaugebiet für hochwertige Tone. Unterhalb des Gut Neuhof kommt man an mehreren Tiefenbohrungen der VG-Wasserwerke, einer sog. Quellengalerie vorbei.
Auf der Alten Poststraße geht es am Windrad bei Gehlert vorbei zurück nach Hachenburg. Schnurgerade verläuft der Weg zunächst im Wald, dann, mit Gehlert zur Linken, zwischen Wiesen hindurch. Ein weiterer Erlebnispunkt befindet sich am Wasserbehälter Helenenruh“. Hier ist das Thema Wassermenge und Trinkwasseraufbereitung dargestellt.
Ca. 200 Meter unterhalb des Hochbehälters bietet sich eine gute Gelegenheit, die Wanderstiefel einmal auszuziehen und die Wassertretstelle des Kneipp-Vereins zu benutzen, bevor der Rückweg vorbei am Wasserwerk Hachenburg aus dem Jahre 1934 zum Hachenburger Brauerei-Parkplatz angegangen wird.



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