| Wiesen, Wälder, Wasser & Weitblicke |
|||||||||||||||||||||||||||
Der neue
Qualitätswanderweg "Westerwald-Steig" bietet alle Wesenszüge
unserer facettenreichen Mittelgebirgslandschaft auf höchstem Niveau.
Auch Geschichte und Kultur kommen hier beim Wandern nicht zu kurz. Genug
Strecke für viele erlebnisreiche Etappen wird geboten: Durch Mischwälder
hindurch, an Wacholderhecken vorbei und über bizarre Gesteinsformationen
hinweg, verbinden sich die beiden Klassiker Rothaarsteig und Rheinsteig
über 235 Kilometer – eine tolle Variante, um der vielfältigen
Gegend auf die Spur zu kommen. Natürlich führt der Weg auch
durch historische Ortskerne mit malerischen Altstadtgassen, trutzigen
Burgruinen, Klöstern, Schlössern und Museen.Seit Herbst 2007 ist der Weitwanderweg durchgehend von Herborn bis Bad Hönningen markiert. Die offizielle Eröffnung fand im Mai 2008 statt. Im Gebiet der Verbandsgemeinde Hachenburg befinden sich vier Etappen (drei komplett, eine partiell), die im Folgenden näher beschrieben werden. Natürlich können sämtliche Strecken auch in die Gegenrichtung erwandert werden... |
|||||||||||||||||||||||||||
| Von Hachenburg nach Limbach | |||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||
| Man verlässt Hachenburg durch die Altstadt und den Burggarten.
Problemlos zu begehende Wirtschaftswege – zunächst durch Wiesen,
später parallel zur Bahnstrecke – ermöglichen es,
das Siebengebirge zu sehen. Ein traumhafter Ausblick! Bald darauf geht
es 136 Stufen hinab in die Holzbachschlucht und durch artenreichen Laubwald
zur Nisterbrücke und zu einer Schleuse. Nach der Unterquerung nähert
man sich der Ortsgemeinde Nister, deren Neubaugebiet westlich tangiert
wird. Wenig später gelangt man zur Nistermühle, die 1944 einen
prominenten Flüchtling beherbergt hat: Den damaligen Kölner
Oberbürgermeister und späteren ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer.
Seit dessen 100. Geburtstag ist auch eine bronzene Gedenktafel aufgestellt. Über den Mühlenwanderweg geht es in ein Wäldchen und quer durch eine Wiese. Eine herrliche Sicht auf das Hachenburger Schloss und die Nister bietet sich auf dem Weg in den Wald. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Kloster Marienstatt. Über einen Schotterweg, an den ehemaligen klösterlichen Fischteichen vorbei und über eine mittelalterliche Steinbogenbrücke erreicht man die Anlage. Besichtigen sollte man hier die 800 Jahre alte Basilika des Klosters und das Marienstatter Brauhaus. Auf dem weiteren Weg werden die geschichtsträchtige Marieneiche, die Marienbuche und die Meilereiche passiert. Etwa 200 Meter oberhalb lässt sich von einem Aussichtspunkt noch einmal ein Blick zurück auf Gebäude des Klosters werfen. Zunächst über Asphalt, später über Wiese gelangt man mit Aussicht auf das Nistertal und seine Hügel wieder in niedere Gefilde. Weiter geht es Richtung "Kleine Nister". Ganz in der Nähe, am Ortsrand von Streithausen, liegen auch Reste einer so genannten Motte, einer mittelalterlichen Niederburg, die sich für einen Abstecher anbietet. Im letzten Abschnitt läuft der Westerwald-Steig an der "Kleinen Nister" vorbei. Er passiert zunächst den Limbacher Weiher, bald darauf einen Tennisplatz und schließlich die "Kleine Nister" selbst. Hier befindet sich auch ein Wanderparkplatz. In Limbach gibt es nicht nur vorbildlich renovierte Fachwerk-Fassaden sondern auch ein Dorfmuseum. |
|||||||||||||||||||||||||||
| Von Limbach nach Marienthal | |||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||
| Diese Tour besticht vor allem durch ihren überdurchschnittlichen
Erholungswert. Auf weiten Streckenabschnitten werden ihre Ohren außer
dem Gezwitscher der Vögel kaum etwas vernehmen... Startpunkt ist die alte Steinbrücke in Limbach. Entlang der kleinen Nister verlässt man das Dorf auf einem Wiesenweg in Richtung Heunigs Höhlenweg, einem Bachlehrpfad. Erstes Ziel ist der Aussichtspunkt Hohe Ley. Danach besteht die Möglichkeit, ein mittelalterliches Dachschieferbergwerk zu besichtigen. Von dort aus geht der Westerwald-Steig wieder abwärts, durch Nadelwald und am Felshang entlang, bis man wieder auf die Nister trifft. Dieser folgend, geht es über Astert und Heuzert auf dem Marienwanderweg nach Heimborn. Hier befindet sich eine der vielen idyllischen Stellen im Westerwald: Der Zusammenfluss von "Großer und Kleiner Nister", auch das Deutsche Eck der Kroppacher Schweiz genannt. Hat man sich an dem Naturschauspiel satt gesehen, gelangt man über den Wanderparkplatz Heimborn und über Wiesen nach Ehrlich. Dort befindet sich auch ein beliebtes Campinggelände. Vom 265 Meter hohen Aussichtspunkt Spitze Ley erblicken die Wanderer bereits ihren nächsten Anlaufpunkt: Den Doppelort Stein-Wingert. Dort begrüßt sie der Naturpfad Weltende, der über Alhausen und Sonnenberg führt. Auf unberührten Niederwaldflächen verlässt der Steig die Verbandsgemeinde Hachenburg und durchquert die Kroppacher Schweiz. Der Weltende-Pfad geht in den Sonnenweg der Landfrauen über, an dem sieben Sonnenuhren liegen. Drei davon befinden sich direkt am Westerwald-Steig. Über Racksen und den Staatsforst Altenkirchen gelangt man zum Ende der Route, dem über 500 Jahre alten Kloster Marienthal, heute Sitz des Bildungswerkes der Erzdiözese Köln in der Region Rheinland-Pfalz. |
|||||||||||||||||||||||||||
| Von Hachenburg nach Bad Marienberg | |||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||
| Vom Landschaftsmuseum aus geht es los: Über den Dehlinger Weg verlässt
man die Stadt in Richtung des jüdischen Friedhofs. Ist dieser passiert,
gelangt man über einen Grasweg bis kurz vor die Walter-Bernstein-Straße.
Die Fernsicht kann hier, aus 395 Metern Höhe, bis zum Siebengebirge
reichen – entsprechendes Wetter vorausgesetzt. Nach links in Richtung
Stadtwald abgebogen, stößt man bald auf den Jubiläumswanderweg
des Westerwaldvereins. Durch Mischwald geht es in Richtung Krötenbrunnen,
einem Feuchtgebiet nahe der Eisenbahnlinie, das man dank Holzstegen trockenen
Fußes durchqueren kann. Unter der Bahn hindurch schlängelt
sich der Weg an der Mündung des Hirzbaches vorbei zu einer Schutzhütte.
Eine Pause gefällig? Rechterhand führt der Steig nach oben und bald darauf – entlang der Bahntrasse wieder hinab zur Nister. Man gelangt nach Überqueren der "Nister" nach Unnau-Korb. Am Friedhof vorbei führt der Weg rechts ins Wäschbachtal; Teichanlagen und Bach werden passiert. Kurz darauf biegt die Strecke links in einen Wiesenpfad ab. Der Friedhof von Stangenrod wird links liegen gelassen, durch Wiesen geht es wieder aufwärts an einem Hochbehälter vorbei. Man hält sich rechts und passiert ein Tiergehege. Der Aufstieg wird mit einer Aussicht bis zum Monsberg belohnt. In einer Linksschleife erreicht der Steig den breiten Kölner Weg, überquert ihn und folgt ihm parallel links auf dem urwüchsigen Kussweg. Bald darauf biegt man rechts in den Jubiläumsweg ein. 600 Meter weiter ist die Hörhahn-Schutzhütte erreicht. Links an der Hütte vorbei führt der Steig zum Großen Wolfstein, der vor 30 Millionen Jahren entstand, als sich Basaltlava im Schlot nach oben drückte. Eine kleine Comicfigur, das "Basaltköpfchen" begegnet den Wanderern auf Schautafeln, stellt Fragen und erklärt. Ein Trimmpfad führt zu einem breiten, leicht geschotterten Weg, der in den Wildpark von Bad Marienberg mündet. Bei klarer Sicht kann man hier die Windmühlen des Westerwaldes bis hin zum Feldberg im Taunus, die Montabaurer Höhe mit ihren Türmen sowie Teile des Siebengebirges sehen. Mit etwas Glück sind am Horizont auch die Eifel und der Hunsrück zu erahnen. |
|||||||||||||||||||||||||||
| Von Steinen nach Enspel | |||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||
| Südlich von Hachenburg liegt ein weiterer Abschnitt des Westerwald-Steiges
in unserer Verbandsgemeinde. Die Strecke von Steinen bis Enspel profitierte
kürzlich durch eine ganze Reihe von Maßnahmen im Rahmen des
Leader+-Projektes. Vom Parkplatz am Abenteuerspielplatz in Steinen aus geht es gleich in südliche Richtung, das heißt, durch das Naturschutzgebiet des für seine Schönheit bekannten Dreifelder Weihers. An zahlreichen Infotafeln können Wanderer sich hier informieren. Am Weg liegt auch ein Vogelbeobachtungsturm. Am Weiher angekommen, geht der Weg zur wuchtigen Friedenseiche, die mit dem benachbarten Bauernhaus im typischen Westerwaldstil nicht zu verfehlen ist. Besichtigen sollte man auch die älteste Steinkirche des Westerwaldes. Die Route führt unmittelbar an ihr vorbei. Den nächsten Streckenabschnitt teilt sich der Steig mit dem Wied-Höhen-Rundweg. Sehr bequem über einen Holzschnitzelbelag wandert man knapp vier Kilometern lang und überquert dann die L 303. Im Ort Linden könnte man bereits für eine erste Rast einkehren. Denjenigen, die ihr Lunchpaket im Rucksack haben, sei jedoch die Wiedquelle am Ortsrand als Stelle zum Verweilen empfohlen. Am Waldrand entlang geht es weiter, eine große Wiese schließt sich an. Links erkennt man bald den Wildenhahn (497 Meter). Im weiteren Verlauf durchquert der Steig das Gehölz eines Buchenwaldes, bis er wieder auf einen geteerten Weg mündet. An den Windkraftanlagen vorbei geht es Richtung Alpenrod zum Aussichtsturm Gräbersberg. Auf Kies und Schotter folgt man dem Steig zum Welterstein, einem Basaltfelsen, auf dessen Höhe von 480 Metern einst die Heinzelmännchen gewohnt haben sollen. Fast ebenso hoch ist der Monsberg (466 Meter), an dem die Strecke als nächstes vorbei führt. Dann geht es bergab zur L 288. Gegenüber gelangt man zwischen zwei Waldstücken hindurch auf geschottertem Wirtschaftsweg in eine Weidelandschaft, die im Zickzack durchquert wird. Der kleine Enspeler Bach, auch Hornister genannt, wird überschritten, ebenso kurz darauf die einspurige Strecke der Oberwesterwaldbahn. An mehreren Firmengebäuden vorbei gelangt man schließlich zum Gasthaus am Stöffel, in der früher die Schule des Ortes Enspel untergebracht war. Ein gelungener Abschluss wäre ein Ausflug in den Stöffelpark. |
|||||||||||||||||||||||||||
| Folgende markierte Zuwege bzw. Einstiegspunkte für den Westerwald-Steig gibt es im Bereich der VG Hachenburg: | |||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
Der neue
Qualitätswanderweg "Westerwald-Steig" bietet alle Wesenszüge
unserer facettenreichen Mittelgebirgslandschaft auf höchstem Niveau.
Auch Geschichte und Kultur kommen hier beim Wandern nicht zu kurz. Genug
Strecke für viele erlebnisreiche Etappen wird geboten: Durch Mischwälder
hindurch, an Wacholderhecken vorbei und über bizarre Gesteinsformationen
hinweg, verbinden sich die beiden Klassiker Rothaarsteig und Rheinsteig
über 235 Kilometer – eine tolle Variante, um der vielfältigen
Gegend auf die Spur zu kommen. Natürlich führt der Weg auch
durch historische Ortskerne mit malerischen Altstadtgassen, trutzigen
Burgruinen, Klöstern, Schlössern und Museen.

