Wanderspaß dicht am Wasser

Der Wiedweg führt auf einer Strecke von rund 100 Kilometern von der Quelle des Flusses, über Altenkirchen und Roßbach a. d. Wied bis zur Mündung bei Neuwied. Als Teilabschnitte ergeben sich sechs Strecken mit einer Länge von jeweils 12 bis 22 Kilometern.
Weite Wiesen und Felder wechseln auf der Tour mit herrlichen Mischwäldern und sanften Seitentälern. Sehr charakteristisch sind die vielen Mühlen, die sich früher aufgrund der starken Strömung der Wied am Bachlauf ansiedelten. Dazu zählen neben Papier- und Mahlmühlen auch Pulver-, Knochen- und Ölmühlen.




Ganz neu: Der Abschnitt "Oberes Wiedtal"

Schon die Quelle ist sehenswert: Der größte Fluss des Westerwaldes entspringt unter dem mächtigen Wurzelwerk einer mehrere hundert Jahre alten Buche nordöstlich von Linden. Von hier folgt der Pfad dem jungen, mal ruhig fließenden, mal plätschernden Bachlauf ganz dicht und teilweise auf einer neuen Trasse, die im Rahmen des Leader+-Projektes "Oberes Wiedtal" gebaut wurde. Hier können ganz gemütlich, ohne Steigungen, die Auenwälder und Wiesen bewundert werden. Das an der "Westerwälder Seenplatte" gelegene Dreifelden ist wegen der ältesten Steinkirche des Westerwaldes, seines Sees, und anderen Naturschönheiten ein idealer Platz zum Unterbrechen der Wanderung.

Erst ab dem zweiten Teilabschnitt von Wied bis Altenkirchen wird der Weg ein wenig anstrengender. In einem leichten Auf und Ab und gelegentlichen stärkeren Steigungen gelangt man nach Höchstenbach und von dort über die Krambergsmühle mit Gastronomie und einem am Weg gelegenen Wanderparkplatz zur Marzauer Mühle. Eine von der Kraft der Wied betriebene Wasserturbine wird für die Stromerzeugung genutzt. Auf dem weiteren Weg passiert man auch den Hof Farrenau, in dem bis 1901 Pulver produziert wurde.
Bei Borod verlässt der Wiedweg die Verbandsgemeinde Hachenburg. Weitere größere Stationen sind Altenkirchen (schöner Ausblick am Bismarckturm), Neustadt a. d. Wied (hier folgt man dem Fluss bereits durch ein rund 100 Meter tiefes Tal) und schließlich Neuwied, wo im Stadtteil Irlich die Wied in den Rhein mündet.



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