Schon die Quelle ist sehenswert: Der größte Fluss des Westerwaldes
entspringt unter dem mächtigen Wurzelwerk einer mehrere hundert Jahre
alten Buche nordöstlich von Linden. Von hier folgt der Pfad dem jungen,
mal ruhig fließenden, mal plätschernden Bachlauf ganz dicht
und teilweise auf einer neuen Trasse, die im Rahmen des Leader+-Projektes
"Oberes Wiedtal" gebaut wurde. Hier können ganz gemütlich,
ohne Steigungen, die Auenwälder und Wiesen bewundert werden. Das
an der "Westerwälder Seenplatte" gelegene Dreifelden ist
wegen der ältesten Steinkirche des Westerwaldes, seines Sees, und
anderen Naturschönheiten ein idealer Platz zum Unterbrechen der Wanderung.
Erst ab dem zweiten Teilabschnitt von Wied bis Altenkirchen wird der Weg
ein wenig anstrengender. In einem leichten Auf und Ab und gelegentlichen
stärkeren Steigungen gelangt man nach Höchstenbach und von dort
über die Krambergsmühle mit Gastronomie und einem am Weg gelegenen
Wanderparkplatz zur Marzauer Mühle. Eine von der Kraft der Wied betriebene
Wasserturbine wird für die Stromerzeugung genutzt. Auf dem weiteren
Weg passiert man auch den Hof Farrenau, in dem bis 1901 Pulver produziert
wurde.
Bei Borod verlässt der Wiedweg die Verbandsgemeinde Hachenburg. Weitere
größere Stationen sind Altenkirchen (schöner Ausblick
am Bismarckturm), Neustadt a. d. Wied (hier folgt man dem Fluss bereits
durch ein rund 100 Meter tiefes Tal) und schließlich Neuwied, wo
im Stadtteil Irlich die Wied in den Rhein mündet. 
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