Aus Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 2. März 2010, Seite 22  (nur Text)

Nahwärmekraftwerk kommt in Fahrt

Anlage soll am 20. Dezember betriebsbereit sein

HACHENBURG. Das geplante Nahwärmekraftwerk als Eigenbetrieb der Verbandsgemeinde Hachenburg kommt in Fahrt. Der Verbandsgemeinderat stimmte zu, dass die weiteren Entscheidungen zum Bau künftig vom Werksausschuss getroffen werden dürfen, um die notwendigen Verfahren zu beschleunigen.

Ziel ist es, das Nahwärmekraftwerk am 20. Dezember in Betrieb zu nehmen - zeitgleich mit der Fertigstellung des Schwimmbades. Helmut Lichtenthäler (Grüne) fragte, ob die zeitgleiche Fertigstellung die Kosten der Löwenbadsanierung reduziere. Gabriele Greis, Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, bejahte die Frage. Der genaue Betrag sei jedoch noch nicht ermittelt worden.

Die Besichtigung eines ähnlich funktionierenden Betriebes in Bingen durch Vertreter des Verbandsgemeinderates warf die Frage auf, ob genügend Holzhackschnitzel zur Verfügung stünden. Immerhin sehe die Planung vor, die kooperative Realschule plus, das Löwenbad und das DRK-Krankenhaus zu versorgen. Greis betonte, das Kraftwerk in Bingen sei zum einen größer als das geplante Gegenstück in Hachenburg, zum anderen hätten sich genügend Lieferanten gemeldet. Entscheidend sei die Qualität des Brennstoffes, denn die Verbandsgemeinde zahle für die Heizleistung und nicht für die dafür benötigte Menge an Holzhackschnitzeln.

Um den Bau des Kraftwerkes tragfähig und nachhaltig zu realisieren, stimmte der Rat zu, fachkompetente Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Kosten hierfür wurden aber begrenzt.

Thomas Sonnenschein