Aus dem Mitteilungsblatt "Inform" vom 28.05.2010, Titelseite (nur Text)

...bald geht’s los

Nachdem sich der Verbandsgemeinderat Ende Februar einstimmig für die Umsetzung des überwiegend biomassebasierenden Nahwärmeprojektes in der Stadt Hachenburg ausgesprochen hat, wurde die Planung durch die Energie-DienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH mit Nachdruck vorangetrieben, so dass in Kürze mit den ersten Bautätigkeiten begonnen werden kann.

Ein in den letzten Tagen aufgestelltes Bauschild weist auf das im Rahmen des Konjunkturprogramms II durch das Land Rheinland-Pfalz finanziell unterstützte zukunftsweisende Projekt hin, dessen Errichtung und Betrieb dem Eigenbetrieb der Verbandsgemeinde Hachenburg übertragen werden soll.

In einem ersten Schritt gilt es, die Teilfläche des städtischen Grundstücks auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions, auf der später die Heizzentrale ihren Platz finden wird, zu roden und die Fläche von Wurzelstöcken zu säubern.

Parallel zum derzeit laufenden Genehmigungsverfahren für die Errichtung der Heizzentrale und den späteren Betrieb der Anlage werden die Ausschreibungstexte vorbereitet. In wenigen Wochen werden diese veröffentlicht, so dass es voraussichtlich Ende Juli zu den Auftragsvergaben kommen kann.

Hierbei geht es nicht zuletzt um den Bau und die technische Ausrüstung der Heizzentrale, die nicht als Kraftwerk zu verstehen und deren Betrieb auch nicht mit konventionellen Heizkraftwerken und den daraus oftmals erwachsenden Emissionen verbunden ist. Vielmehr tragen Zyklonabscheider und Elektrofilter zu einer guten Abluftreinigung bei.

Das Gebäude, das sich optimal in die Topographie des Geländes integriert, beinhaltet im Wesentlichen einen Biomassekessel mit einer Leistung von rd. 1,1 MW zur Abdeckung der Mittellast und eine Ölkesselanlage zur Spitzenlastabdeckung.

Rd. 70% des erforderlichen Wärmebedarfs aller Anschlussobjekte wird aus regenerativen Energieträgern in Gestalt von Holzhackschnitzeln gewonnen, die ihren Platz in einem rd. 150 cbm umfassenden Erdbunker finden.

Letztlich hat sich der Werksausschuss der Verbandsgemeinde Hachenburg jüngst dafür ausgesprochen, schadhafte Kanal- und Wasserleitungen entlang der Leitungstrasse des Nahwärmenetzes in einem Zuge zu erneuern.

Durch die gemeinsame Verlegung aller Rohrleitungen lassen sich zusätzliche Straßenaufbrüche vermeiden und Kosten sparen.

Nicht zuletzt fußt diese Vorgehensweise aber vor allem auf den gesetzlichen Verpflichtungen, schadhafte Kanalleitungen innerhalb angemessener Zeit in Stand zu setzen und somit Umweltschäden zu vermeiden.

Weitere Infos zu diesem Thema, zum Stand der Sanierungsarbeiten am Löwenbad Hachenburg und natürlich auch zu bedeutenden Investitionen im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung finden Sie bald an dieser Stelle.