Aus Westerwälder Zeitung vom Freitag, 25. Juni 2010, Seite 20 (nur Text)

Werke betreiben nun auch Nahwärmenetz

Verbandsgemeinderat stimmt Übertragung zu

HACHENBURG. Die Eigenwerke der Verbandsgemeinde Hachenburg haben künftig einen vierten Betriebszweig. Neben Wasser, Abwasser und Löwenbad tritt nun die Energieversorgung mittels des Heizkraftwerkes, dessen Bau oberhalb des Hachenburger Stadions in den kommenden Monaten beginnen soll. Wie zuvor der Hachenburger Stadtrat stimmte auch der Verbandsgemeinderat einmütig der geänderten Betriebssatzung, sprich der Übertragung auf die Eigenwerke, zu.

Wie die Erste Beigeordnete Gabriele Greis erläuterte, ist der Bauantrag gestellt. Vorbehaltlich der Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz könnten die ersten Aufträge Anfang Juli vergeben werden. Marlene Hericks (SPD) bezeichnete das Nahwärmeprojekt als wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Der jährliche Bedarf von rund 4500 Festmeter Holz entspreche knapp acht Prozent des jährlichen Nachwuchses in den Wäldern in der Verbandsgemeinde. Harald Orthey (CDU) sprach die Möglichkeit eines steuerlichen Querverbundes zwischen Löwenbad und Nahwärme an - Verluste hier, etwaige Gewinne dort. Laut Greis macht die Gesetzeslage eine Prüfung dieser Frage recht schwierig.

Erich Wagner (Grüne) schlug vor, im Zuge des Kraftwerkbaus einige zusätzliche Parkplätze für Stadionbesucher zu schaffen. Zustimmung kam auch von Christof Hüsch (FDP), der jedoch empfahl, die Eigenwerke nicht durch weitere Betriebszweige zu verschachteln. Etwaige Gewinne sollten als Rücklagen verbucht werden. (elm)