Aus Westerwälder Zeitung vom Montag, 27. Dezember 2010, Seite 21 (nur Text)

Nahwärmenetz dient dem Klimaschutz

Ökologie Verbandsgemeinde Hachenburg bringt Millionenprojekt auf den Weg

Hachenburg. Auf den Energieträger Holz setzt die Verbandsgemeinde Hachenburg für ihr klimagünstiges Nahwärmenetz in der Löwenstadt. Im Wald oberhalb der Stadionzufahrt soll ein modernes Heizkraftwerk entstehen, das mehrere kommunale Abnehmer sowie das DRK-Krankenhaus und dessen Wohnheim zuverlässig mit Wärme versorgt.

Für diesen ökologisch sinnvollen Plan steht eine Gesamtinvestition in Höhe von 2,5 Millionen Euro im Raume. Eine Million Euro gibt das Land als Zuschuss, der Rest kann über ein zinsloses Landesdarlehen vorfinanziert werden. „Damit bauen wir eines der größten Nahwärmenetze in Rheinland-Pfalz“, sagt Bürgermeister Peter Klöckner. Treibende Kraft des Projektes ist die Erste Beigeordnete Gabriele Greis. Ausgangspunkt für ihre Überlegungen war der Ratsbeschluss, im Zusammenhang mit der Sanierung des Löwenbades auch den Einsatz von alternativen Energien zu prüfen.

Der Ausbauplan ist die kleinere von zwei Varianten (ohne Stadthalle, Fachhochschule der Deutschen Bundesbank und zunächst ohne Privathaushalte). Hauptrohstoff ist das Holz aus dem heimischen Forst (im vorsichtigen Behördendeutsch heißt das: Die Präferenz lokaler Herkunft kann bei der Ausschreibung betont werden). Für die Sicherung der Grundlast ist ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk vorgesehen. Dieses speist zusätzlich Strom ins öffentliche Netz ein. Etwaige Spitzenlasten an eisigen Wintertagen soll ein zuschaltbarer Ölkessel sichern.