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Winkelbach

Die Ortsgemeinde Winkelbach stellt sich vor

Winkelbach liegt südwestlich von Hachenburg im oberen Wiedtal.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Winkelbach kann nachweislich mit dem Datum 01. November 1262 festgestellt werden. Zeugnis dafür liefert eine heute auf der Freusburg bei Kirchen ausgestellte Urkunde, in welcher der Graf Gottfried von Sayn der Abtei Marienstatt Frondienste erlässt, die zuvor noch für ein Hofgut abverlangt wurden, welches im Besitz des Albert von Winkelbach war. Der Ursprung des Wortlautes Winkelbach dürfte wahrscheinlich in geografischen Gegebenheiten zu suchen sein, denn der Bachverlauf der Wied schlägt im Tal  einen deutlichen Winkel. Eine Ableitung von Winkel und Bach hin zu Winkelbach wäre somit einfach und unstrittig nachvollziehbar.

1874 wurde das erste Backhaus im Bereich der heutigen Parkstraße errichtet. Nach dessen Abbruch war der Backes über einige Jahrzehnte in einem „Dorfgemeinschaftshaus“ gemeinsam mit der Feuerwehr, der öffentlichen Wäscherei und irgendwann auch einer für damalige Verhältnisse sehr modernen Gefrieranlage untergebracht. Der Backes wurde später dann fachmännisch abgebaut, zwischengelagert und schließlich nach eigenen Planungen im Zuge eines Dorferneuerungskonzeptes (1989) an der jetzigen Stelle samt Errichtung eines Trogbrunnens sowie Neuanlage des Dorfplatzes aufgebaut und im Jahr 1992 wieder in Betrieb genommen. Das ehemalige Wiegehaus am Dorfplatz wird als Mehrzweckgebäude genutzt.

Wie viele andere Kleinsiedlungen im Westerwald wurde der Ort hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt, was auch heute noch an einigen typischen Eindachhöfen zu erkennen ist. Leider wurde durch einen verheerenden Brand im Jahr 1902 nahezu der gesamte historische Ortskern mit seinen Fachwerkhäusern zerstört. Mit Bedacht vor weiteren Brandereignissen entstand danach zunächst die typische Baustruktur eines Straßendorfes (alter Ortskern) mit weiter auseinander stehenden Häusern. Bis heute jedoch vergrößerte sich der Ort auch in die Breite. Die nunmehr rund 250 Einwohner zählende Gemeinde Winkelbach wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten von vielen jungen Menschen zu  ihrem Lebensmittelpunkt (“ihrer Heimat“) gewählt.

Geographisch ist Winkelbach dem oberen Wiedtal zuzuordnen. Die Gemarkung umfasst 134 Hektar, davon 42 Hektar Wald. Umgrenzt wird Winkelbach von den Gemarkungen der Gemeinden Höchstenbach, Welkenbach, Wahlrod und Hattert. Gut erschlossene Wander- und Radwege bieten Rastmöglichkeiten bei den Gastronomiebetrieben „Zum Eiskeller“ an der Bundesstraße 8 und der Krambergsmühle“ im Tal der Wied an der Kreisstraße 10 sowie an einer Schutzhütte in Richtung Marzauer Mühle.

In Winkelbach selbst hat sich eine Dorfgemeinschaft gebildet, welche die fest terminierten örtlichen Veranstaltungen wie die Maifeier, das  Backesfest sowie einen Weihnachtsmarkt ausrichtet. Allesamt haben mittlerweile schon traditionellen Charakter und sind feste Bestandteile des dörflichen Lebens geworden, die auch über die Grenzen von Winkelbach hinaus bekannt sind und regen Zuspruch finden. 

Infrastruktur / Freizeitangebot / Sehenswertes

Die Gemeinde verfügt über einen öffentlichen Kinderspielplatz, einen Bolzplatz, ein Wanderwegenetz und eine Schutzhütte. 

Sehenswert sind das Backhaus, der Brunnen auf dem Dorfplatz sowie die Wiedauen.

Backes und Brunnen

Das Wappen der Ortsgemeinde Winkelbach

"Gespalten durch einen silbernen Wellensparren bis zum Schildhaupt von Grün und Rot. Oben links drei goldene Ähren. Unten ein goldener Leopardenkopf."

Die drei goldenen Ähren in Grün verweisen auf die Land- und Forstwirtschaft, während der silberne Wellensparren - ein Bach, der einen Winkel bildet - als Sinnbild für den Ortsnamen steht.
Die Ortsgemeinde Winkelbach liegt im ehemaligen Herrschaftsgebiet der Grafen von Sayn. Deren Wappen - ein goldener, blaubewehrter Löwe in Rot - ist im Ortswappen angedeutet.

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