Verbandsgemeindewerke Hachenburg investieren rd. 2 Mio. EUR in den Schutz des wichtigsten Lebensmittels

Auf Einladung der Werkleitung informierten sich Bürgermeister Klöckner, Erste Beigeordnete Greis und Stadtbürgermeister Röttig im „Kahlars“ zwischen Gehlert und Hachenburg vom Stand der Kanalbaumaßnahme.

Der mehr als 50 Jahre alte Kanal, der die Abwässer aus der Ortslage von Gehlert nach Hachenburg transportiert und dabei auf einer Länge von rd. 750 m das Wasserschutzgebiet durchkreuzt, bedarf in Anbetracht seines Bauzustands, des zwischenzeitlich eingetretenen technischen Fortschritts bei der Regenwasserbehandlung und nicht zuletzt auch zum Schutze der Trinkwasserversorgung auf einer Länge von ca. 1,3 km eines Neubaus.

Mit den vor wenigen Wochen begonnenen Bauarbeiten wird ein neuer Mischwassersammler in der überwiegenden Dimensionierung DN 800 verlegt und außerhalb des Wasserschutzgebietes auf einer Länge von rd. 90 m ein neuer Kanalstauraum aus Betonrohren mit Kunststoffinlinern in der Dimensionierung DN 1000 errichtet. Das bisher unterhalb der Ortslage von Gehlert befindliche Regenüberlaufbauwerk wird an dieser Stelle entbehrlich.

Aufgrund der Kanalverlegung durch das Wasserschutzgebiet wurden seitens der SGD Nord besondere Anforderungen an die Dichtigkeit des Rohrsystems gestellt. Zur Ausführung kommt - wie auch bei dem Kanalstauraum - ein Betonrohr mit Kunststoffinliner und Doppeldichtungssystem.

Die Maßnahme wird seitens des Landes aus Mitteln der Wasserwirtschaft mit zinslosen Darlehen im Umfang von rd. 230.000 EUR gefördert.

Parallel zur Kanaltrasse ist ein Bedienweg anzulegen, der es ermöglicht, alle zwei Jahre eine Dichtheitsprüfung des gesamten Entwässerungssystems durchführen zu können.

Im Entlastungsbauwerk des Kanalstauraums wird eine Siebrechenanlage installiert, die beim Überlauf in den Rothbach einen Austrag von Fest- und Schwimmstoffen verhindert.

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt betragen ca. 2 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung kann bei entsprechenden Witterungsverhältnissen in der zweiten Jahreshälfte 2016 gerechnet werden, so die Erste Beigeordnete Greis.

Bürgermeister Klöckner und Stadtbürgermeister Röttig begrüßen ausdrücklich die Vorgaben der Verbandsgemeindewerke Hachenburg, wonach die in diesem landschaftlich sehr wertvollen Naherholungsgebiet notwendigen Arbeiten unter strengen Auflagen ausgeführt werden und nach Abschluss der Arbeiten der beliebte Wanderweg entlang des Rothbachs wieder hergerichtet wird. Die neue standortgerechte Bepflanzung an der Trasse wird sich nahtlos in die Biotoplandschaft einfügen.

Druidensteig erhält zum dritten Mal Wandersiegel

Der Druidenstein bei Herkersdorf

"Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" - so darf sich der Druidensteig nun zum dritten Mal nennen. Dieses Wandersiegel des Deutschen Wanderverbandes wird alle drei Jahre im Rahmen einer Rezertifizierung neu vergeben. Der Wanderweg wird hierbei auf mögliche Änderungen im Hinblick auf die strengen Qualitätsansprüche geprüft und in diesem Jahr gab es viele Neuerungen am Druidensteig:
"Der Druidensteig ist ein völlig neuer Wanderweg geworden." heißt es aus ARGE Druidensteig. "Wer ihn früher einmal erwandert hat, wird nun die Region in einem neuen Blickwinkel erleben."
Der Druidensteig verläuft durch eines der ältesten Bergbaureviere Deutschlands und wurde daher in den vergangenen Monaten zur ersten zertifizierten Georoute des Nationalen Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus umgestaltet. Die Route führt an zahllosen Relikten der jahrhundertealten Bergbaugeschichte entlang. Eine Ausrichtung auf dieses Thema war somit naheliegend.
"Es war schwer, aus der Vielzahl der Besonderheiten eine Auswahl zu treffen, da wir so viele bedeutende Spuren der einstigen Montanindustrie entlang des Wanderweges finden. Wir haben uns daher die kompetente Beratung der Fachleute des Landesamtes für Geologie und Bergbau, der Generaldirektion Kulturelles Erbe und unserer Geoinformationszentren eingeholt", heißt es weiter aus der Arbeitsgemeinschaft, die sich aus Vertretern der sechs Kommunen entlang des Steiges zusammensetzt. Insgesamt wurden so ca. 35 Geotope ausgewählt, die in den kommenden Wochen noch mit neuen Informationstafeln ausgestattet werden. Zudem wurde der Wanderweg um 9 Kilometer verlängert, wodurch drei Geoinformationszentren angebunden werden konnten. Das Kreisbergbaumuseum Herdorf-Sassenroth und das Besucherbergwerk Grube Bindweide bieten als Etappenziele nun dem Wanderer die Möglichkeit, in die Welt des Siegerländer Bergbaus einzutauchen. Das Landschaftsmuseum Westerwald gibt am Zielpunkt in Hachenburg tiefe Einblicke in das soziale Leben in der Region.
Der Druidensteig wird von den Kommunen VG Betzdorf, VG Gebhardshain, VG Hachenburg, VG Herdorf-Daaden, Stadt Herdorf und Stadt Kirchen getragen. Der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus engagierte sich ebenfalls bei der neuen Georoute und beteiligte sich bei der Finanzierung der Ausstattung der Geotope. Die technische Umsetzung erfolgte über das Planungsbüro Eul, welches hierbei eng mit dem Westerwaldverein e.V. zusammenarbeitete.
Die Urkunde für den neuen Qualitätswanderweg wird der Deutsche Wanderverband der ARGE Druidensteig am 4.09.2015 auf der TourNatur in Düsseldorf überreichen. Die offizielle Eröffnungsfeier der Georoute wird am 17.10.2015 stattfinden. (Text und Foto: www.mantomedia.de)

Einen tollen Start in die Sommerferien erlebten alle Teilnehmer beim diesjährigen Ferienspaß der Verbandsgemeinde

Die Gruppe der Ferienkinder
Die Gruppe der Ferienkinder
Die Kinder bei der "Arbeit"
Die Kinder bei der "Arbeit"

Gute, vorausschauende Planung, die Gewinnung von Unterstützern und Kooperationspartnern, die Berücksichtigung gemachter Erfahrungen aus schon abgeschlossenen Veranstaltungen und der Mut für Neues: Ganz viel passiert schon lange bevor die beliebte Ferienspaßaktion der Verbandsgemeinde Hachenburg beginnt und beeinflusst den Ablauf der Veranstaltung.

Am Montag, dem 27. Juli trafen sich dann die 80 teilnehmenden Kinder mit dem Betreuerteam um Sarah Frank, Stephanie Brenner und Michael Weber vom Jugendzentrum, die wieder viele Spielangebote und Workshops ausgesucht und vorbereitet haben, damit in den zwei Wochen Ferienspaß keine Langeweile aufkommt. Die Themen sind dabei breit gestreut und bieten neben bekannten Bereichen wie Sport und Spiele, Kochen und Backen auch speziell begleitete Anregungen auf dem Gebiet kreativen Schaffens oder beim Erleben der heimischen Natur im Waldworkshop.

Das Selbermachen steht dabei für die Kinder, die das erste Schuljahr bereits absolviert haben und maximal zwölf Jahre alt sind, im Vordergrund. Sie können ihre Fähigkeiten in der großen Holzwerkstatt unter Beweis stellen, wenn u.a. Seifenkisten gebaut werden oder probieren sich in der Kreativwerkstatt aus. In diesem Jahr wird mit dem geförderten Landesprojekt „Jedem Kind seine Kunst“ die Künstlerin Christina Kutzbach ein Phantasielabor anbieten und im Medienworkshop sollen Fotos und Berichte, freitags sogar eine eigene Wandzeitung entstehen.

Nicht alles wird im Ablaufplan verraten, denn bei einem Überraschungsangebot wird – wie es der Name schon sagt - vorher nicht angekündigt, was das Thema sein soll.

So viel Aktivität kann nicht ohne Stärkung funktionieren und deshalb gibt es auch jeden Tag ein Mittagessen in der Mensa der Realschule plus Hachenburg und ausreichend Getränke. Die Kinder bleiben von morgens vor acht bis längstens nachmittags um 17.15 Uhr zusammen. Sie lernen sich dabei untereinander in verschiedenen Gruppen – je nach Einteilung in der Morgenrunde ab 9.30 Uhr – kennen. Außerdem bietet die Freispielzeit morgens und nachmittags Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu schließen oder bestehende Freundschaften zu festigen.

Für die Verbandsgemeinde als Veranstalter steht fest, dass es auch im kommenden Jahr wieder den Ferienspaß geben wird. Und weitere Angebote sind seit letztem Jahr dazu gekommen. Mit einem Zuschuss von 5,00 € pro Veranstaltungstag und teilnehmendem Kind werden Projekte in anderen Ortsgemeinden, von anderen Veranstaltern – Vereinen oder Ortsgemeinden – unterstützt, die ebenfalls in den Ferien Abwechslung und ganztägige Betreuung bieten. Beim Fußballcamp im Burbach-Stadion, einem zehntägigen Ferienprogramm des Ev. Ferienzentrums Hachenburg, dem 3-Tage-Feriencamp in Mündersbach oder einer viertägigen Ferienbetreuung gemeinsam von den Ortsgemeinden Kundert und Mörsbach organisiert, wird es sicher auch viel zu erleben und viel Spaß geben.

Die Betreuende Grundschule wird im kommenden Schuljahr an allen Grundschulen in der Verbandsgemeinde fortgesetzt

Für viele Familien bzw. Erziehende sind gesicherte Betreuungszeiten für ihre Kinder eine unabdingbare Voraussetzung, um Familien- und Arbeitsplanung gut miteinander vereinbaren zu können. Das setzt sich nach der Zeit in einer Kindertagesstätte dann selbstverständlich auch in der Schulzeit fort.

Außer der Möglichkeit, eine der beiden Grundschulen mit Ganztagsangebot an vier Schultagen pro Woche in Anspruch zu nehmen, gibt es bereits seit vielen Jahren daneben das Angebot der Betreuenden Grundschule. Hierbei wird an allen Schultagen den Grundschülern nach dem Unterrichtsende vormittags noch die Möglichkeit eröffnet, bis zur Abfahrtszeit des spätesten Schulbusses unter Aufsicht und Anleitung zu spielen, basteln oder sich schon mit den Hausaufgaben zu beschäftigen.

Diese Zeit soll allerdings ganz bewusst keine nahtlose Fortsetzung der Schul- bzw. Unterrichtszeit sein und deshalb ist das Personal auch nicht beim Land, sondern bei der Verbandsgemeinde als Trägerin des Angebots beschäftigt. Für die vorgesehenen 11 Betreuungsgruppen werden – in Teilzeit – insgesamt 21 Betreuungskräfte beschäftigt. Die Personalkosten hierfür sowie Sachkosten für den Kauf von Spiel- oder Bastelmaterial übernimmt die Verbandsgemeinde.

Unterstützt wird die Maßnahme durch das Land Rheinland-Pfalz, das für das kommende Schuljahr insgesamt rund 18.000 € überweist. Die Eltern und Erziehenden selbst werden mit einem moderaten Monatsbeitrag in Höhe von etwas mehr als 15 € an den Kosten beteiligt. Eine ganz bewusste Entscheidung, denn die Inanspruchnahme des Betreuungsangebots soll für niemanden an der Höhe des Teilnahmebeitrags scheitern.

Bereits im Frühjahr diesen Jahres wurde an den Schulen nachgefragt, ob es ausreichend Interessenten für die Fortsetzung der bestehenden Betreuungsgruppen gibt. Erst bei einer Mindestteilnehmerzahl von 8 Schulkindern sind die Voraussetzungen zur weiteren Förderung gegeben; diese wurde überall erreicht.

Fazit: Auch im neuen Schuljahr bleibt es dabei: Die Betreuende Grundschule geht weiter.