Unter Stehlampen sitzen wir

Hanns Dieter Hüsch zum neunzigsten Geburtstag 

Samstag, 24. Oktober, 20.00 Uhr

St. Bartholomäus-Kirche, Hachenburg-Altstadt


Lutz Brenner: Orgel
Jürgen Hardeck: Sprecher

Hanns Dieter Hüsch (1925-2005) war der bedeutendste Vertreter des literarischen Kabaretts in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Viele Westerwälder erinnern sich noch an seine großartigen Auftritte in der Hachenburger Stadthalle. Jürgen Hardeck erinnert mit ausgewählten Hüsch-Texten aus fünf Jahrzehnten an seinen Freund. Dazwischen spielt Lutz Brenner Orgelwerke und Orgelimprovisationen, die sich auf diese Texte beziehen.
Der Organist Lutz Brenner, seit 2004 Bezirkskantor von St. Martin in Bad Ems, studierte an der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, dem Conservatoire National de Région, Dijon und an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Zu seinen Lehrern zählten Albert Schönberger, Hans-Jürgen Kaiser, Jean-Pierre Leguay und Roland Maria Stangier. Er ist Träger zahlreicher Preise, so u.a. beim „Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation Schwäbisch Gmünd“ 2003  und 2005.  

Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde Altstadt

Eintritt frei!

Spenden für den Arbeitskreis Integration und Asyl der Ev. Kirchengemeinde Altstadt werden dankend angenommen.

L 281 Erneuerung Brücke Büdingen

Der LBM Diez weist darauf hin, dass die L 281 in Höhe Büdingen ab dem 16.10.2015 von 22:00 Uhr bis zum 26.10.2015 um 5:00 Uhr gesperrt wird. Die Sperrung ist notwendig für das Ablassen des überhöht hergestellten Überbaus und dem Abbau des Traggerüsts. Ab dem 26.10.2015 wird der Verkehr dann wieder in beide Fahrtrichtungen freigegeben, sodass wie aktuell nur geringfügige Beeinträchtigungen durch eine Fahrbahneinengung, verbunden mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung vorhanden sein werden.
Der LBM bittet die Verkehrsteilnehmer auf entsprechende Ausschilderungen und Hinweise zu achten und um Verständnis für die durch die Bauarbeiten entstehenden Beeinträchtigungen. 

„Märchenhafter“ Abschluss des Lesesommers 2015

Die Stadtbücherei Hachenburg beendet ihre Aktion mit einem großen Fest


Durch insgesamt 171.848 Seiten unterschiedlichster Kinder- und Jugendliteratur schmökerten sich die Lesesommerteilnehmer bei der Stadtbücherei Hachenburg. Vom 13. Juli bis 12. September wurden 1433 Bücher von Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und sechzehn Jahren gelesen. Eine sehr beeindruckende Zahl fanden auch die mehr als 100 Kinder, die der Einladung des Büchereiteams zum Abschlussfest in die Stadthalle Hachenburg folgten. Dort erwartete sie ein buntes Programm mit einem Theaterstück von Petra Schuff, einer Verlosung und der Urkundenübergabe.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte die Büchereimitarbeiterin Ute Fährmann die Lesesommerteilnehmer und stellte das Programm des Nachmittags vor. Sie berichtete begeistert von der großen Teilnehmerzahl und den tollen Leistungen beim diesjährigen Lesesommer.

Im Anschluss wurde das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ als Figurentheater von Petra Schuff vorgestellt. Peter, der die Sprache der Tiere versteht, wohnt bei seinem Großvater auf dem Land. Eines Tages schleicht sich der Wolf an und stiehlt die Ente vom Hof. Doch mit Hilfe eines kleinen Vögelchens kann Peter den Wolf einfangen die Ente befreien und ihn vor dem Tod durch den Jäger retten. Das Theaterstück mit der Originalmusik von Sergej Prokofiew war nicht nur sehr lehrreich, sondern für alle Altersgruppen spannend und unterhaltsam. Mit viel Witz und Charme gewann die Künstlerin Petra Schuff die volle Aufmerksamkeit aller Kinder während der musikalischen Inszenierung und erhielt einen tosenden Applaus für die märchenhafte Darstellung des Figurentheaters „Peter und der Wolf“.

Bei der anschließenden Verlosung gab es Gutscheine, verschiedene Sachpreise und natürlich auch Bücher zu gewinnen. Shalla Jamal Jameel durfte als „Glücksfee“ während der Tombola 50 Gewinner benennen.

Zum Schluss der Veranstaltung erhielten alle anwesenden erfolgreichen Teilnehmer ihre Urkunden. Bei der Urkundenvergabe wurde Ute Fährmann von den zwei Jugendlichen Shalla Jamal Jameel und Max Leue aus Hachenburg unterstützt, selbst viele Jahre aktive Lesesommerteilnehmer.
Von den 247 angemeldeten Lesesommerteilnehmern waren 185 Jungen und Mädchen erfolgreich, weil sie drei oder mehr Bücher lasen. Zwei Monate lang liehen sich die Teilnehmer in der Bücherei die neuesten Kinder- und Jugendbücher aus und gaben nach dem Lesen auch eine Buchbewertung ab. Der mit Abstand größte Vielleser, Jonas Groothold aus Hachenburg, wurde bei der Verleihung seiner Urkunde mit einem großen Applaus geehrt.

Kein Kind ging an diesem Nachmittag mit leeren Händen nach Hause. Alle, die keinen der Tombolapreise erhalten hatten, durften neben ihrer Urkunde noch eine kleine Belohnung mitnehmen.

Entsprechend der großen Resonanz dieser riesigen Leseförderaktion herrschte in den Ferien immer großer Andrang in der Stadtbücherei. Die Büchereimitarbeiterinnen waren begeistert und hatten alle Hände voll zu tun. Unterstützt dabei wurden Sie durch zwölf Helfer, die engagiert und gespannt den Erzählungen der Lesesommerteilnehmer lauschten, wenn diese bei Rückgabe aus den gelesenen Büchern berichteten. Dorothee Alley (Hattert) Dorothee Fährmann (Helmenzen), Birgit Henrich (Borod), Adrian Schneider (Nistertal), Martina Tänzer (Höhn), Rosel Dennebaum, Doris Georg, Shalla Jamal Jameel, Inge Petzold, Ute Usinger, Anke-Wolf-Scheffen und Max Leue (alle Hachenburg) halfen ehrenamtlich mit.

Die zahlreichen Preise, die die Teilnehmer erhielten, wurden gespendet von der Hähnelschen Buchhandlung, der Buchhandlung Schmitt, dem Kino Cinexx, Spielwaren Habakuk und der Gelateria Brustolon.

Für alle erfolgreichen Teilnehmer, die beim Abschlussfest in der Stadthalle nicht dabei sein konnten, sind die Urkunden bis zum Ende der Herbstferien in der Stadtbücherei zum Abholen hinterlegt. Weiterhin werden alle Schulen der erfolgreichen Teilnehmer benachrichtigt mit der Bitte, die Lesesommerteilnahme im nächsten Zeugnis zu vermerken. Die Ziehung der landesweiten LESESOMMER-Preise aus allen abgegebenen Buchbewertungskarten findet am 15. Oktober im Landesbibliothekszentrum in Neustadt/Weinstraße statt. Die Gewinner werden informiert.

Schiedsfrau Erika Salaw für 20-jährige Amtstätigkeit geehrt

In einer kleinen Feierstunde wurde die Schiedsfrau für den Bereich der Verbandsgemeinde Hachenburg Erika Salaw durch den Direktor des Amtsgerichts Westerburg Helmut Seelbach für 20-jährige Amtstätigkeit geehrt.
Erika Salaw ist seit August 2008 Schiedsfrau in der Verbandsgemeinde Hachenburg. Zuvor übte sie diese ehrenamtliche Tätigkeit bereits von 1988 bis 2001 in der Stadt Siegen aus.
Amtsgerichtsdirektor Seelbach wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung des wichtigen Ehrenamtes einer Schiedsperson hin. Verbunden mit den Wünschen, dass Erika Salaw auch weiterhin ihre langjährigen Erfahrungen in der außergerichtlichen Streitschlichtung einbringt, überreichte er eine Urkunde und einen Blumenstrauß. Die Glückwünsche der Verbandsgemeinde Hachenburg überbrachte Büroleiter Harald Schneider.

Neufassung der Wirtschaftspläne der Verbandsgemeindewerke

Rund 10 Mio. € werden investiert


Mit der Neufassung der Wirtschaftspläne der vier Betriebszweige der Verbandsgemeindewerke Hachenburg befasste sich der Verbandsgemeinderat in seiner Sitzung am 06.10.2015. Die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Gabriele Greis, erläuterte die Gründe für die notwendig gewordenen Neufassungen, die im Wesentlichen aus der Verschiebung bei Ausführungen von Maßnahmen resultierten. Die Maßnahmen werden in vielen Ortsgemeinden sowie der Stadt Hachenburg ausgeführt. Hierunter fallen beispielsweise mit einem Investitionsvolumen von insgesamt über 2,1 Mio. € die Erneuerung des Verbindungssammlers von Gehlert nach Hachenburg und die Erneuerung des Faulturms der Kläranlage Hachenburg sowie die Errichtung einer Abwasserpumpstation und einer Druckleitung von Marienstatt zur Kläranlage Nister. Im Bereich des Wasserwerks wird insbesondere in die Sanierungen der Hochbehälter in Höchstenbach, Roßbach und Steinebach mit insgesamt 550.000 € sowie die Erneuerung von Ortsnetzen (insgesamt 1.270.000 €) investiert.
Bevor das Plenum alle Neufassungen einstimmig verabschiedete, nahmen Sprecher der Fraktionen im Rat Stellung zu den Neufassungen. In den Statements wurde herausgestellt, dass die geleisteten Investitionen in Höhe von rund 10 Mio. € dem Erhalt einer soliden Infrastruktur und damit dem Wohl der Bürger dienen.
Einhergehend mit den Neufassungen der Wirtschaftspläne beschloss der Verbandsgemeinderat ebenfalls einstimmig die erste Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2015.

Betriebszweig Energieversorgung beteiligt sich an Hachenburger Solarpark GmbH
Mit einem mehrheitlichen Beschluss stimmte das Gremium für eine Beteiligung der Verbandsgemeinde Hachenburg – vertreten durch die Verbandsgemeindewerke, Betriebszweig Energieversorgung – an der Hachenburger Solarpark GmbH. Diese Gesellschaft betreibt seit August 2015 eine Photovoltaikanlage auf einem städtischen Grundstück an der K 13 in Richtung Hattert. Der Umfang der Beteiligung beträgt 15 % und entspricht rund 220.000 €.

Umfangreiche Flächennutzungsplanänderungen beschlossen
In drei Tagesordnungspunkten beschäftigte sich der Verbandsgemeinderat mit der Flächennutzungsplanung. Zum einen wurde beim 2. Nachgang zur 2. umfassenden Fortschreibung des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Hachenburg abschließend beschlossen, im Bereich rund um den bestehenden Windpark in Alpenrod eine weitere mögliche Windenergiefläche auszuweisen. Auch der dritte Nachgang der Flächennutzungsplanung, der die Wünsche von fünf Ortsgemeinden zur Ausweisung weiterer Bauflächen berücksichtigt, wurde abschließend beschlossen. Der nächste Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit dem 4. Nachgang zur 2. umfassenden Fortschreibung des Flächennutzungsplanes. Dieser beinhaltet sieben weitere Änderungswünsche von vier Ortsgemeinden bzw. der Stadt Hachenburg. So soll unter anderem in der Stadt Hachenburg im Bereich des Burggartens eine Sondergebietsfläche für das Beherbergungsgewerbe vorgesehen werden.

Verbandsgemeinde Hachenburg möchte untere Bauaufsichtsbehörde bleiben
Aufgrund einer Gesetzesnovelle zur Änderung der rheinland-pfälzischen Landesbauordnung endet zum 31. Dezember 2017 grundsätzlich die sachliche Zuständigkeit der Verbandsgemeinden im Rahmen der unteren Bauaufsicht. Demnach ist vorgesehen, das komplette Aufgabengebiet an die jeweiligen Kreisverwaltungen zurück zu übertragen. Verbandsgemeinden, die bis dato die Aufgaben der unteren Bauaufsicht wahrgenommen haben, erhalten die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen die Übertragung sämtlicher Aufgaben der unteren Bauaufsichtsbehörde durch Rechtsverordnung bei den zuständigen Ministerien neu zu beantragen. Das Gremium fasste einstimmig bei einer Enthaltung den Beschluss, einen solchen Antrag zu stellen. Bürgermeister Klöckner betonte, dass das Vorhalten dieser Dienstleistung für die Bürger der Verbandsgemeinde ein großer Vorteil sei. Man könne jedes der etwa 230 Vorhaben jährlich bürger- und zeitnah bearbeiten. Letztlich ist für die Übertragung noch die Zustimmung des Westerwaldkreises erforderlich.

Jahresabschluss 2013 festgestellt und Entlastung erteilt 
In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der Jahresabschluss des Haushaltsjahres 2013 vom Verbandsgemeinderat festgestellt und über die Entlastung des Bürgermeisters und der Beigeordneten beraten. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Thomas Giehl, trug in seinem Bericht die Ergebnisse der Prüfungsarbeit des Ausschusses vor. Der Verbandsgemeinderat folgte der Empfehlung des Ausschusses und stellte den Jahresabschluss 2013 fest und entlastete den Bürgermeister und die Beigeordneten. Beide Beschlüsse ergingen einstimmig.

Vorbereitungen zur Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Hachenburg beginnen
Da die achtjährige Amtszeit von Bürgermeister Peter Klöckner am 31.08.2016 endet, ist eine Neuwahl erforderlich. Der Verbandsgemeinderat beschloss daher unter anderem, der Kommunalaufsichtsbehörde als Wahltermin den 13.03.2016 vorzuschlagen. Somit würde die Wahl zusammen mit der Landtagswahl durchgeführt.

Weitere Informationen aus der Sitzung des Verbandsgemeinderates 
Zu Beginn der Sitzung teilte Bürgermeister Klöckner mit, dass der Ausbau der L 292 von Steinebach an der Wied nach Hohenborn weit fortgeschritten sei und nach Abschluss der Bauarbeiten mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Altstadt zu rechnen sei.
Weiterhin teilte er mit, dass die finanzielle Situation der Verbandsgemeinde Hachenburg weiterhin stabil sei. Man bewege sich seit Jahren in einem stabilen Fahrwasser, so Klöckner.
Einen großen Dank für die enorme Hilfsbereitschaft sprach er allen ehrenamtlichen Helfern in der Verbandsgemeinde aus, die die ca. 150 untergebrachten Flüchtlinge mit vielfältigen Angeboten wie etwa Sprachkursen oder praktischen Alltagshilfen betreuen.
Erfreut zeigte sich der Vorsitzende, dass die Ortsgemeinde Gehlert beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft 2015“ die Goldmedaille in der Hauptklasse gewonnen hat.
Im Rahmen des Zuschussprogramms „Wir bewegen was“ wurde beschlossen, der Ortsgemeinde Heimborn einen Zuwendungsbetrag in Höhe von 2.500 € für den Bau eines Spielplatzes mit einem Gartenhaus als Treffpunkt für mehrere Generationen zukommen zu lassen.
Die SPD-Fraktion im Rat stellte einen Antrag zur Einrichtung eines Senioren-Taxis auf Ebene der Verbandsgemeinde. Die Verwaltung wurde vom Rat einstimmig beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten und den Gremien zur weiteren Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurden Aufträge anlässlich der Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der Grundschule Hachenburg-Altstadt in Höhe von rund 39.600 € für die Herstellung eines zweiten baulichen Rettungsweges erteilt.

Werkausschuss informierte sich über innovative Energieprojekte

Die diesjährige Informationsfahrt führte den Werkausschuss, der maßgeblich in die Arbeit auf dem Weg der Verbandsgemeinde Hachenburg in das neue Energiezeitalter integriert ist, in die Landeshauptstadt.

Auf Einladung der in Trägerschaft der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) sowie der Stadtwerke Mainz AG agierenden Heizkraftwerk GmbH Mainz sowie der Entsorgungsgesellschaft Mainz mbH verbrachte man einen informativen Nachmittag und erkannte hierbei auch Parallelen zu umgesetzten und in Planung befindlichen Projekten der Verbandsgemeindewerke Hachenburg.

Die KMW sowie die Heizkraftwerk GmbH Mainz betreiben u.a. eines der modernsten Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) Europas, versorgen weite Teile von Mainz mit Fernwärme und erzeugen Strom. Bei einer Netzlänge von rd. 80 Kilometern profitieren derzeit rd. 3.000 Kunden von der dezentral erzeugten Wärme, die zu einem Anteil von mehr als 95% hocheffizient arbeitenden Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung entstammt.

Besonders angetan zeigten sich die Besucher von den insgesamt 10 Megawatt starken Elektroheizern, zwei XXL-Tauchsiedern, die im Rahmen der sekundären Regelenergie einen wichtigen Beitrag zur Systemstabilität der Stromnetze leisten.

Sollte es einen Überschuss an elektrischer Energie im Stromnetz geben, besteht für den Stromnetzbetreiber die Möglichkeit, binnen fünf Minuten hierauf zu reagieren und die beiden Elektroheizer in Betrieb zu nehmen. Die im Rücklauf des Fernwärmenetzes verbauten Aggregate heizen dann nach dem "Power-to-Heat-Prinzip" das Heizungswasser auf. Wenngleich rein stromgeführte Heizungsanlagen sowohl ökologisch als auch ökonomisch betrachtet Energieeffizienzaspekte vermissen lassen, so wird ihnen bei der elektrischen Regelenergie eine wichtige Rolle zuteil. Hierbei gilt es auch zu berücksichtigen, dass eine Anforderung durch den Stromnetzbetreiber auf lediglich wenige Fälle im Jahr und auf Laufzeiten von sehr kurzer Dauer begrenzt ist. Ein Dauerbetrieb ist verständlicherweise nicht beabsichtigt.

Übertragen auf Hachenburg beschäftigen sich die Verbandsgemeindewerke derzeit verstärkt mit dem Thema der Regelenergie in den verschiedenen Ausbaustufen und erheben unter Beteiligung der Transferstelle Bingen, die auch mit der Erstellung der Klimaschutzkonzepte betraut ist, die Chancen und Risiken eines verstärkt hierauf ausgerichteten Handels. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang z.B. die Vorhaltung positiver Regelenergie in Gestalt der bis zu sechs in eigener Regie betriebenen Blockheizkraftwerke, die weit überwiegend über ein modernes Energiemanagementsystem miteinander kommunizieren können.

Anschaulich konnte die Geschäftsführung der Heizkraftwerk GmbH Mainz verdeutlichen, dass sich durch ein funktionierendes Energiemanagementsystem, auf dessen Basis eine ausgefeilte Regelungstechnik ihren Dienst verrichten kann, der Einsatz von Personal auf ein Mindestmaß reduzieren lässt. Auch insoweit lassen sich Vergleiche mit Hachenburg und dem hiesigen Engagement beim Energie- und Prozessmanagementsystem und der Neuausrichtung der Fernüberwachungs- und Fernwirktechnik für die Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung anstellen.

Beim zweiten Teil der Besichtigung im Kraftwerkspark Mainz-Wiesbaden auf der Ingelheimer Aue nutzten die Werkausschussmitglieder die sich bietende Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des in technischem Zusammenhang mit dem GuD-Kraftwerk zu betrachtenden Müllheizkraftwerks zu werfen. Hier werden pro Jahr rd. 340.000 Tonnen Müll (Gewerbemüll, Restmüll aus Haushalten und Sperrmüll) in drei einzeln zu betreibenden Linien bei mehr als 1.000 Grad Celsius verbrannt.

Der hierbei entstehende Dampf ist ein wichtiger Input für das GuD-Kraftwerk, das diesen energetisch verwerten kann. Die Anlagenkombination in Mainz mit dem Müllheizkraftwerk und dem GuD-Kraftwerk findet sich nur zweimal in Europa.

Neben der KMW und einem privaten Dritten ist - wenngleich sie mit lediglich 5% einen nominell betrachtet nachrangigen Anteil hält - auch die Stadt Mainz beteiligt, die auf diese Weise maßgeblichen Einfluss auf die Grundzüge der Unternehmensausrichtung nimmt.

Die Anlage verrichtet seit mehr als zehn Jahren zuverlässig und zu guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihren Dienst und verwertet den in einem Umkreis von überwiegend rd. 80 km anfallenden Müll unter optimaler energetischer Ausnutzung. Im Gegensatz zur alternativen Mülldeponierung muss man sich in Mainz nicht jahrzehntelang Gedanken um die Verwertung des hochbelasteten Sickerwassers machen. Der Müll verbrennt mit Ausnahme von unbedenklicher Schlacke, die landbaulich verwendet werden kann und von Staub, der in Salzbergwerken eingelagert werden kann, vollkommen rückstandsfrei. Ein ausgeklügeltes mehrstufiges Abgasreinigungssystem garantiert die Einhaltung der strengen behördlichen Überwachungswerte. Diese werden nicht nur in Echtzeit der Genehmigungsbehörde zur Verfügung gestellt, sondern anschließend auch auf der Internetseite für jedermanns Zugriff vorgehalten.

Das im Rahmen des Masterplans 100% Klimaschutz in Hachenburg präferierte Vorhaben einer energetischen Klärschlammverwertung wurde durch die Besichtigung des Müllheizkraftwerkes in Mainz ein Stück weit verständlicher.

Die Sonnenbergschule Müschenbach gewinnt in diesem Jahr den Lesesommer-Wanderpokal

Die Überraschung war sehr groß, als die beiden Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei Hachenburg Tanja Wolf und Ute Fährmann am Freitag, den 9. Oktober an der Klassentür der Müschenbacher Grundschule 2 klopften. An diesem besonderen Vormittag wurde der gefüllte Lesesommer-Wanderpokal erstmalig an eine Schulklasse überreicht.

In diesem Jahr überlegten sich die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei etwas ganz Besonderes für den Lesesommer. Alle Schulklassen 1 bis 6 in der Verbandsgemeinde Hachenburg erhielten eine Einladung der Bibliothek, sich am diesjährigen Lesesommer als Schulklasse für den Lesesommer-Wanderpokal zur bewerben. Ziel des Wettbewerbs war es, dass möglichst viele Schüler und Schülerinnen einer Klasse als erfolgreiche Teilnehmer am Lesesommer teilnehmen.

Dem Aufruf der Bücherei folgten insgesamt 19 Schulklassen. Ganz besonders freute sich das Team über die Grundschulen Müschenbach und Atzelgift, die sich mit allen Klassen am Lesesommer-Wettbewerb beteiligt haben. Aber auch die anderen Grundschulen zeigten großes Interesse und beteiligten sich mit mindestens zwei Klassen am Wettbewerb.

Mit insgesamt 12 erfolgreichen Schülern der Grundschulklasse 2 (vor den Ferien Klasse 1) aus Müschenbach und damit 55% Beteiligung, wurde diese Klasse in diesem Jahr Sieger und erhielt zur Belohnung den Wanderpokal. Dieser Pokal wird ein Jahr in der Klasse stehen und im nächsten Jahr bekommen alle Schulkassen wieder die gleichen Chancen, den Lesesommer-Wanderpokal zu gewinnen. Leider konnten nur die Schüler für den Wettbewerb gewertet werden, die am Ende des Lesesommers den Clubausweis abgegeben haben.

Bürgermeister und Beigeordnete zu Besuch bei der Schreinerei Löhr in Höchstenbach

Um sich aus erster Hand Einblicke in die regionale Wirtschaft zu verschaffen, besuchten Bürgermeister Peter Klöckner und Erste Beigeordnete Gabriele Greis die Schreinerei Löhr in Höchstenbach. Beeindruckt von der großartigen Handwerkskunst verbunden mit neuesten technischen Mitteln gewannen die Kommunalpolitiker einen Eindruck von dem Tätigkeitsfeld des Unternehmens.

„Man nennt es Hochzeit, wenn sich Haustür und Gebäude verbinden. Wir sorgen dafür, dass alles perfekt klappt und die Ehe lange Bestand hat“, beschreibt Schreinermeister Markus Löhr seinen Aufgabenbereich. Er führt die 1850 gegründete Tischlerei in der fünften Generation. „Als ich den Betrieb 2004 von meinem Vater übernommen habe, wurde noch die gesamte Palette des Schreinereihandwerks angeboten, vom Innenausbau bis zur Treppe. Ich bin volles Risiko gegangen und habe erstmalig die Spezialisierung auf Haustüren aus Massivholz gewagt.“

Markus Löhr erklärt, dass er sich mit der Tischlerei ganz „auf eine Sache konzentrieren und nicht verzetteln“ wollte. Sein Vater, Tischlermeister Horst Löhr, der 2014 von der HWK Koblenz mit dem Goldenen Meisterbrief geehrt wurde, hat seinen Sohn nach der Betriebsübergabe „nie reingeredet“. „Ich helfe auch heute noch gern in der Werkstatt aus, aber Markus ist der Chef!“, lacht der 75-Jährige. Jahrzehnte hat er sich als stellvertretender Obermeister der Tischler-Innung des Westerwaldkreises engagiert. „Wenn sich auch die technischen Möglichkeiten in der Holzbearbeitung im Laufe der Jahre stark verändert haben, steht immer der Mensch hinter dem Produkt. Die Kundennähe fern jeder Anonymität zeichnet doch das Handwerk aus“, so der Handwerkssenior. Er ist stolz auf den Traditionsbetrieb, der sich zu jeder Zeit den Anforderungen der Kundschaft gestellt hat.

Entstehungsprozess in Manufaktur

„Haustüren sollen einladend wirken für Freunde und Bekannte, aber vor ungebetenen Gästen schützen. Sie müssen Wind und Wetter trotzen und mit guter Wärmedämmung helfen, Energie zu sparen. Vor allem müssen sie zum Stil des Hauses passen und sind so auch wesentliches Gestaltungskriterium“, so Markus Löhr. Der Tischlermeister fährt deshalb vor jeder  Auftragserteilung zu den Kunden. Dann wird abgesprochen, ob eine moderne oder eher nostalgisch wirkende Haustür das Gesicht des Hauses unterstreicht. „Das erfordert Einfühlungsvermögen, Liebe zum Detail und zur Präzision.“ Dann lädt Löhr den Kunden in seine Werkstatt ein, so dass er live verfolgen kann, welche Arbeitsschritte vom Ausgangsmaterial bis zum Endprodukt notwendig sind. „Er sieht so, dass wir eine Manufaktur sind und wirklich noch traditionelle Handarbeit fertigen.“

Ein Highlight ist die professionelle Bleiverglasung der Tür in eigener Herstellung. Dazu wird eigens eine Glaserin beschäftigt. Ein weiterer Mitarbeiter erlernte im Bayrischen Wald das Holzschnitzen, gleich, ob ein Familienwappen, ein Bild oder ein besonderes Zeichen die Haustür zieren soll.

„Neben vielen neuen Eindrücken nehmen wir heute mit, dass wir in unserer Region enorm leistungsfähige und innovative Betriebe haben, die sich den Herausforderungen der Zukunft immer gestellt haben. Sie sind ein wesentlicher Faktor unseres Wohlstandes und verdienen deshalb unsere volle Unterstützung“, so Bürgermeister Peter Klöckner. Die im Rahmen des Betriebsbesuches geborene Idee, ein „Schaufenster der Wirtschaft“ in der Verbandsgemeindeverwaltung zu erstellen, an dem sich alle interessierten regionalen Unternehmen beteiligen können, soll kurzfristig realisiert werden.

Lese-Club-Vorlesenachmittag in der Stadtbücherei Hachenburg

„Pinocchio“

Carlo Collodi 


Grundschulkinder der Klassen 1 bis 4 sind herzlich zum nächsten Lese-Clubtreffen am Dienstag, 03.11.2015 in der Stadtbücherei Hachenburg eingeladen. 

Die Geschichte „Der gestiefelte Kater“ von Carlo Collodi wird beim Leseclub-Treff von Reiner Maklezow und Ute Fährmann vorgelesen.

Der Holzschnitzer Geppetto erlebt eines Tages eine große Überraschung mit seiner aus einem Pinienholzstück angefertigten Holzpuppe, die er Pinocchio nennt. Pinocchio kann sich bewegen und sprechen. Außerdem macht er immer das, was er nicht soll und das ärgert den alten Geppetto sehr.
Eines Tages verspricht Pinocchio ein braver und anständiger Junge zu sein. Er möchte eine neue Fibel haben, damit er zur Schule gehen kann. Geppetto verkauft seine einzige warme Jacke, damit sich Pinocchio die Fibel kaufen kann. Aber natürlich kommt alles ganz anders. Pinocchio wird vom Puppenspiel abgelenkt und trifft dann auch noch einen lahmen Fuchs und einen blinden Kater. Die beiden erzählen Pinocchio vom Feld der Wunder, auf dem Bäume wachsen die Goldstücke tragen. Pinocchio ist begeistert, will er doch mit dem vielen Gold den alten Geppetto glücklich machen. Ob Pinocchio das Feld der Wunder findet und er dort die vielen Goldstücke „ernten“ kann, erfahrt ihr beim nächsten Leseclubtreff.
Die Veranstaltung beginnt um 16.00 Uhr und dauert wie gewohnt circa 1 Stunde. Gerne können die kleinen Zuhörer danach auch mit Hilfe des Büchereiteams nach weiteren abenteuerlichen Büchern zum Ausleihen stöbern.

Nähere Informationen unter Tel.: 0 26 62 / 93 94 51, Stadtbücherei Hachenburg.


Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Hachenburg?

Hachenburg: In den vergangenen Tagen berichtete die Westerwälder Zeitung über das Angebot eines privaten Investors, Gebäude der ehemaligen Fa. Brigitte in Hachenburg an das Land für die Einrichtung einer Erstaufnahmeeinrichtung zu vermieten.

Wie in all solchen Fällen wird durch eine Kommission im Auftrag des Landes die Geeignetheit des Objektes geprüft. Dieser Termin hat zwischenzeitlich stattgefunden. Hierzu waren auch die Vertreter von Verbandsgemeinde und Stadt Hachenburg geladen. Bürgermeister Peter Klöckner, Stadtbürgermeister Karl-Wilhelm Röttig und Ortsvorsteherin Annerose Nink nehmen zu den Vermietungsplänen des Investors - als auch zu einer möglichen Einrichtung in Hachenburg - wie folgt Stellung:

„Das Schicksal der Flüchtlinge betrifft uns außerordentlich. Sollte sich das Land für eine Erstaufnahmeeinrichtung in Hachenburg entscheiden, bieten wir gerne unsere Unterstützung an. Da uns eine gelebte Willkommenskultur besonders am Herzen liegt und wir auch den Menschen in einer Erstaufnahmeeinrichtung gerecht werden wollen, bedarf es einer konkreten Abstimmung über die Zahl der aufzunehmenden Menschen, auch wenn diese nur für einige Wochen vor Ort verbleiben. Dabei sind auch die hierfür zur Verfügung stehenden Helferinnen und Helfer und die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger von besonderer Bedeutung. Ebenso müssen die oder das Gebäude für eine menschenwürdige Unterkunft geeignet sein.

Hierzu haben wir klare Vorstellungen. Aus Sicht von Verbandsgemeinde und Stadt kommt nur das ehemalige Bürogebäude des Unternehmens in Betracht. Ob es zu einer solchen Einrichtung kommen wird, hängt insbesondere davon ab, ob der Investor bereit ist, die notwendigen Brandschutz- und Sanitärmaßnahmen umzusetzen. Darüber hinaus muss das Angebot des Privatinvestors für das Land finanziell akzeptabel sein.

Sobald in der Sache eine Entscheidung getroffen wird, wird die Bürgerschaft zeitnah über die nächsten Schritte informiert. Dies kann jedoch nach übereinstimmender Meinung erst in den nächsten Wochen und Monaten der Fall sein.“