Probealarm mit Katastrophen-App in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz führt erstmals einen landesweiten Probealarm mit dem Warnsystem KATWARN durch


Als erstes Flächenbundesland führt Rheinland-Pfalz am Montag, 07. Dezember einen landesweiten Probealarm mit dem Katastrophenwarnsystem KATWARN durch. Alle bereits angemeldeten Personen erhalten kurz nach 9:00 Uhr auf ihrem Smartphone oder Handy eine Probewarnung. Die Anmeldung und Nutzung des Systems ist kostenlos und freiwillig.

Wenn am Montagvormittag gegen 9.00 Uhr bei den Nutzern des Handy-Warnsystems KATWARN in Rheinland-Pfalz die Mobiltelefone klingeln, gibt es keinen Grund zur Unruhe: „KATWARN Probealarm“! Seit Januar 2015 unterstützt das Warnsystem KATWARN per Smartphone-App oder SMS und E-Mail die Gefahrenabwehr in Rheinland-Pfalz und sendet im Gefahrenfall Warnungen direkt zu den betroffenen Menschen. Am 07. Dezember führt das Bundesland erstmals einen landesweiten Probealarm durch, ausgelöst durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier.

Minister Lewentz: „Solche Großtests sind wichtig, damit die Nutzung von KATWARN für den Ernstfall sichergestellt wird. Außerdem erinnern wir die Menschen an die Funktionsweise und sensibilisieren für den Katastrophenschutz.“ Mit dem landesweiten Probealarm greift Rheinland-Pfalz die positiven Erfahrungen z.B. in Bayern und Hamburg auf. Allerdings nutzt Rheinland-Pfalz als einziges Flächenbundesland KATWARN nicht nur dezentral in der Verantwortung der einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte für kommunale Gefahren, sondern auch in der Verantwortung des Innenministeriums für Gefahren  im gesamten Bundesland. Lewentz: „Wir haben uns daher mit den Kommunen auf drei feste Termine für Probealarme verständigt: Zweimal im Jahr gemeinsam für die Landkreise und kreisfreien Städte sowie einmal im Jahr zentral für das Bundesland.“

Die Anmeldung und Nutzung des Warnsystems mit Smartphone oder Handy ist freiwillig und kostenlos. Das Besondere an diesem System: KATWARN sendet Warnungen ortsgenau, d.h. nur an die Menschen, die wirklich betroffen sind. Dafür nutzt es eine spezielle Ortungsfunktion der Smartphones, die sich auch bei ausgeschalteter App im Hintergrund aktualisiert. Ein Warnhinweis kann zum Beispiel lauten: „Großbrand, gültig ab sofort, Fenster und Türen schließen“. Nur Menschen, die sich im gefährdeten Gebiet aufhalten oder diesen Ort ausgewählt haben, erhalten diese Information. Nicht betroffene Menschen werden nicht in Unruhe versetzt.

Anmeldung
Die KATWARN App steht kostenlos zur Verfügung:
•    iPhone im App Store
•    Android Phone im Google Play Store
•    Windows Phone im Windows Store

Alternativ bietet KATWARN kostenlose Warnungen mit eingeschränkter Funktonalität auch per SMS/E-Mail zum Gebiet einer registrierten Postleizahl. SMS an Servicenummer 0163 – 755 88 42: „KATWARN 12345 mustermann@mail.de“ (für Postleizahl 12345 und optional E-Mail).

Eine Übersicht der Gebiete und Gefahren, für die KATWARN bereits im Einsatz ist unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.katwarn.de 

Kammermusikkonzert zugunsten des Arbeitskreises Integration und Asyl

Am Sonntag, 20. Dezember, dem 4. Advent, um 18 Uhr laden die Ev. Kirchengemeinde Altstadt und das Dekanatskantorat unseres Dekanats zu einem Kammermusikkonzert ein. Unter dem Titel „Willkommen, süßer Bräutigam“ erklingen Werke für Sopran, Blockflöte und Cembalo von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann und anderen.

Ausführende sind Katharina Färber, Sopran, Christiane Löflund-Fries, Blockflöte und Dekanatskantor Christoph Rethmeier, Cembalo.

Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende zugunsten des Arbeitskreises Integration und Asyl der Ev. Kirchengemeinde Altstadt gebeten.

Ernennungen und Ehrungen bei der Verbandsgemeindefeuerwehr Hachenburg

Zu zahlreichen Neuverpflichtungen, Ernennungen und Ehrungen konnte die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Hachenburg, Frau Gabriele Greis, viele aktive Feuerwehrangehörige begrüßen. Ihr besonderer Gruß galt Herrn Kreisbeigeordneten Kurt Schüler, Kreisfeuerwehrinspekteur Axel Simonis, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzendem Bernd Dillbahner, Wehrleiter Frank Sieker und den Wehrführern der Verbandsgemeindefeuerwehr.

Frau Greis freute sich über die große Zahl an Neuzugängen, die die Feuerwehr zu verzeichnen hat. Sie würdigte aber auch besonders das jahrzehntelange, ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute, denen vom Land eine Auszeichnung verliehen wurde. „35 oder gar 45 Jahre freiwillig im Dienst der Allgemeinheit stehen, ist keine Selbstverständlichkeit und verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung!“ betonte Greis in Ihrer Ansprache. Deutlich wurde auch das Ziel der VG Hachenburg, gerade die kleineren Feuerwehreinheiten zu erhalten, stellen diese doch einen unverzichtbaren Bestandteil der Dorfgemeinschaften dar. Auf der Basis der gebildeten Alarmierungsgemeinschaften wurde für diese Löschgruppen auch ein langfristiges Investitionsprogramm für die Fahrzeugbeschaffung erstellt.

Kreisbeigeordneter Kurt Schüler hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Feuerwehr für die Sicherheit der Mitbürger hervor. Ein stilles Gedenken galt auch den Opfern der Terroranschläge von Paris wenige Tage zuvor.

23 junge Frauen und Männer haben sich zu aktiven Dienst in der Feuerwehr verpflichtet:

Christian Nilges (Alpenrod); Florian Schwan (Astert); Kan Gerhards, Marcel Müller, Arthur Dontschenko (alle Borod); Philipp Zeiler (Dreifelden); Heiko Gran (Hachenburg); Sascha Meier-Feldmann (Kroppach-Giesenhausen), Lea-Fiona Müller (Linden); Kai Henrici, Mark-Oliver Pfau (beide Lochum); Moritz Hohrein, Phillip Warbinek (beide Luckenbach); Chris Pöttgen, Pascal Neumann (Mörsbach); Nicolas Hering (Mudenbach); Christopher Baumann (Mündersbach); Daniel Schneider (Müschenbach); Anna Langewiesche, Marius Hüsch (Nister); Tim Hild (Steinebach) u. Aaron Jerchow (Welkenbach) - s. Foto 1.

Aufgrund ihrer Leistungen und nach erfolgreichem Lehrgangsbesuch wurden folgende Feuerwehrkameraden in Führungspositionen berufen:

Stefan Triebel (stv. Jugendfeuerwehrwart Hattert), Thomas Nesbor (Jugendfeuerwehrwart Hattert), Florian Hilger (stv. Wehrführer Luckenbach), Kevin Schnorr (stv. Wehrführer Nister), Sebastian Jung (stv. Wehrführer Mörsbach), Carsten Idelberger (Wehrführer Mörsbach), Jörg Saynisch (Wehrführer Kroppach-Giesenhausen), Mario Schneider (Wehrführer Astert) und Sascha Velten (Beförderung zum Oberbrandmeister) - s. Foto 2.

Das Silberne Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten:

Nicole Nowicki, Tim Orthey (Müschenbach), Volker Klöckner, Alexander Hümrich (Hachenburg), Jürgen Becker (Heimborn), Sascha Kölbach, Heiko Enders, Maik Schumacher (Giesenhausen), Ralf Roßbach (Stein-Wingert), Hermann-Josef Schneider (Astert), Wilfried Haas (Steinebach), Andreas Frehe, Mario Müller u. Torsten Schmidt (Borod) - Foto 3.

Das Goldene Feuerwehrehrenzeichen für 35 Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurde verleihen an:

Achim Käss (Dreifelden), Jürgen Schneider (Mündersbach), Elmar Rothfuß, Willi Pritzer (Müschenbach), Henning Buchner (Wahlrod), Ottmar Buchner (Mörsbach), Ulrich Fischer (Hachenburg), Gerd Schneider u. Frank Becker (Heimborn).

Bereits seit 45 Jahren engagieren sich Martin Schwan, Hachenburg, und Karl-Heinz Wolf, Mündersbach, (Bildmitte) aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr. Sie wurden mit der besonderen Ausführung des Goldenen Feuerwehrehrenzeichens ausgezeichnet - s. Foto 4.

Kulturprogramm 2016 vorgestellt

Haupt- und Finanzausschuss tagte am 01.12.2015

Beate Macht, Kulturreferentin der Hachenburger KulturZeit, stellte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Verbandsgemeinde Hachenburg das Kulturprogramm für das Jahr 2016 vor. So stehen neben einer Figurentheateraufführung im Frühjahr wieder die Jugendtheatertage und das beliebte Figurentheaterfestival vom 12. bis 20.11.2016 auf dem Programm.
Im Anschluss an die Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Alter Markt“ wird es im kommenden Jahr zudem eine Veranstaltung „Treffpunkt der Kulturen“ geben, die durch verschiedene musikalische Beiträge die kulturelle Offenheit Hachenburgs unterstreichen soll.
Der Ausschuss nahm das Kulturprogramm zustimmend zur Kenntnis. Das gesamte Veranstaltungsprogramm der Hachenburger KulturZeit ist auch im Internet unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.hachenburger-kulturzeit.de abrufbar.

Im Anschluss informierte Bürgermeister Klöckner den Ausschuss über einen gefassten Eilbeschluss für die Anschaffung einer neuen hydraulischen Rettungsschere für den Löschzug Hachenburg für rund 22.000 €.
Zudem gab er bekannt, dass die Verwaltung ab dem Jahr 2016 ein Rats- und Bürgerinformationssystem einsetzen wird, mit dem neben den Rats- und Ausschussmitgliedern auch Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich über die Arbeit in den Gremien der Verbandsgemeinde Hachenburg zu informieren.

Der Ausschuss stimmte weiterhin der Annahme von Zuwendungen in Höhe von insgesamt 1.650 € zu, die der Verbandsgemeinde Hachenburg unter anderem der Betreuung von Flüchtlingen zugutekommen.

Im letzten Tagesordnungspunkt des öffentlichen Teils beschloss das Gremium, dem Kultur- und Verkehrsverein Limbach e.V. für die Wiederherrichtung der Kneippanlage und der Ortsgemeinde Stein-Wingert für eine Schulung zur Pflege von Außenanlagen im Rahmen des Zuschussprogramms „Wir bewegen was“ 650 € bzw. 250 € zukommen zu lassen.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung lag der Schwerpunkt auf den Vorberatungen zum Haushalt 2016. Im letzten Tagesordnungspunkt wurde über die Wahl der/des hauptamtlichen Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Hachenburg beraten.
Der Verbandsgemeinderat Hachenburg wird in der Sitzung am 15.12.2015 im Gasthaus am Kirchplatz in Alpenrod unter anderem über diese Angelegenheiten abstimmen. 

Führungswechsel bei der Feuerwehr Alpenrod

v.l.n.r.: Erste Beigeordnete Gabriele Greis, Wehrleiter Frank Sieker, neuer Wehrführer Matthias Mies, stellv. Wehrführer Jörn Haacker, Wehrführer a.D. Jens Nilges, stellv. Wehrleiter Markus Brenner

Nachdem der bisherige Wehrführer der Löschgruppe Alpenrod, Herr Jens Nilges, sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt hat, trafen sich 24 aktive Feuerwehrangehörige am Samstag zur Neuwahl der Wehrführung.
Die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Hachenburg, Frau Gabriele Greis, dankte Jens Nilges bei der Überreichung der Entlassungsurkunde für seinen Einsatz und sein Engagement, insbesondere auch beim Bau des neuen Feuerwehrhauses.
Bei der Neuwahl des Wehrführers wurde der einzige vorgeschlagene Kandidat Matthias Mies mit einer deutlichen Mehrheit von 20 Stimmen gewählt. Er hat als bisheriger stellvertretender Wehrführer die notwendige Gruppenführerausbildung bereits abgeschlossen und wurde von Gabriele Greis auf die Dauer von zehn Jahren in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen.
Für das nun ebenfalls vakante Amt des stellvertretenden Wehrführers stellten sich mit Jörn Haacker, Andreas Heller und Rene Gilardi drei Kandidaten zur Wahl. Nach drei spannenden Wahlgängen konnte sich schließlich Jörn Haacker durchsetzen und wurde für die Dauer von zwei Jahren bzw. bis zum Abschluss der notwendigen Ausbildung kommissarisch mit den Aufgaben des Stellvertreters betraut.
Gabriele Greis lobte bei den Ernennungen den starken Personalbestand der Alpenroder Wehr und sicherte der neuen Wehrführung ebenso wie Wehrleiter Frank Sieker die Unterstützung der Verwaltung und der Wehrleitung zu.
Auch Ortsbürgermeisterin Beate Salzer dankte Jens Nilges, der sein Amt mit großem Sachverstand zum Wohl der Bürger ausgeübt habe. Sie gratulierte der neuen Wehrführung und dankte allen Kandidaten für ihre Bereitschaft zur Amtsübernahme.

Kinder waren begeistert vom vorweihnachtlichen Angebot der Stadtbücherei Hachenburg

Mit viel Engagement basteln die Kinder bunten Weihnachtsbaumschmuck

Voller Vorfreude auf die Adventslesungen im Vogtshof versammelten sich insgesamt 33 Kinder am 11. und 12. Dezember in der Stadtbücherei Hachenburg. Neben den weihnachtlichen Geschichten, die von den Mitarbeiterinnen der Bücherei vorgelesen wurden, durften die kleinen Besucher anschließend noch Weihnachtsbaumschmuck basteln.

Das Highlight war ein Bilderbuchkino für die Kinder ab 3 Jahren. Fasziniert von den großen Bildern auf der Leinwand wurde die lustige Geschichte „Weihnachten nach Maß“ vorgelesen, vom König, der einen wunderschönen roten Stoff kauft, um daraus einen Umhang für seine geliebte Tochter schneidern zu lassen. Dass die Stoffreste noch vielen anderen Bewohnern seines Königreichs ein wunderbares Weihnachtsfest bescheren, erfuhren die Kinder während der Weihnachtslesung.

Aber auch die Weihnachtsgeschichte „Der heilige Tag“ von Kirsten Boie begeisterte viele Grundschulkinder. Im Anschluss der Lesung wurde noch lange über den „längsten Tag“ im Jahr gesprochen und einige verrieten sogar ihre Weihnachtswünsche.

Alle Kinder, die ihren Leseclubausweis dabei hatten, bekamen im Anschluss natürlich noch einen Stempel. Auch im neuen Jahr sind alle Grundschulkinder herzlich eingeladen an dem Leseclub teilzunehmen. Anmeldung und Informationen dazu in der Stadtbücherei Hachenburg, Tel. 02662-939452.

Deutsche Telekom investiert in den VDSL-Ausbau

100 Mbit/s im Stadtgebiet von Hachenburg und dem Ortsteil Altstadt jetzt verfügbar

Kurz vor Jahresende teilt die Deutsche Telekom mit, dass die zahlreichen Bemühungen von Bürgermeister Peter Klöckner sowie Stadtbürgermeister Karl-Wilhelm Röttig im Stadtgebiet von Hachenburg Früchte getragen haben und die Deutsche Telekom ab dem 31. Dezember 2015 den Ausbau vieler Kabelverzweiger mit Vectoring-Technik abschließen wird.

Winfried Moser, Regional Manager der Deutschen Telekom, bestätigte den feststehenden Termin zur Freischaltung. Danach können bereits heute neue Verträge mit der Telekom abgeschlossen werden, um dann auch direkt in den Genuss eines schnellen Anschlusses zu kommen, so Moser.

Für über 95% aller Haushalte der Stadt Hachenburg sowie dem Ortsteil Altstadt stehen dann VDSL-Anschlüsse (Very High Speed Digital Subscriber Line), was so viel bedeutet wie „sehr schneller digitaler Anschluss“, durch die Deutsche Telekom bereit.

Im Bereich der Gewerbegebiete West (ungefähr Ziegeleiweg bis Saynstraße), in denen die Deutsche Telekom nicht ausgebaut hat, liegt eine Zusage der KEVAG-Telekom vor, dass diese die dortigen Kabelverzweiger ebenfalls zeitnah aufrüsten wird.

Mit dem Ausbau der Deutschen Telekom können Übertragungsraten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) in den Haushalten erreicht werden. Die Kosten für den Ausbau wurden durch die Telekom AG selbst finanziert.

Um in den Genuss von schnellen Internetanschlüssen zu kommen, müssen die Kunden aktiv werden, da für bereits bestehende Anschlüsse keine automatische Anpassung der Geschwindigkeit erfolgt.

Verbandsgemeinderat verabschiedet Haushalt 2016

Historisches Schuldentief trotz hoher Investitionen erreicht

Zu Beginn seiner Haushaltsrede zeigte Bürgermeister Klöckner die außerordentlich stabile Finanzlage der Verbandsgemeinde Hachenburg auf. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 88,20 € liege die Verbandsgemeinde Hachenburg um rd. 240 € unter dem Durchschnitt aller Verbandsgemeinden im Land. Ende 2016 belaufe sich der Gesamtschuldenstand auf rd. 2,1 Mio. €. Im Jahre 1990 waren die Schulden noch doppelt so hoch wie im kommenden Jahr, so Klöckner. Trotz des Schuldenabbaus investiert die Verbandsgemeinde mit einem Volumen von rd. 1,65 Mio. € in verschiedene Projekte: Die größte Position mit 1 Mio. € stellt hierbei der Beginn der Sanierung der Rundsporthalle Hachenburg dar. Außerdem sind rd. 0,2 Mio. € für eine Mensa an der Grundschule „Am Schloss“ sowie einige weitere kleinere Maßnahmen vorgesehen.
Auch den Ortsgemeinden kommt diese Entwicklung durch eine gute Finanzausstattung zugute, die unter anderem durch eine gleichbleibend niedrige Verbandsgemeindeumlage begünstigt wird. Die Ortsgemeinden werden durch das Zuschussprogramm „Wir bewegen was“ dazu angeregt, gemeinschaftliche Projekte in den Ortskernen durchzuführen. Mittel aus dem Konjunkturprogramm KI 3.0 des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz sollen ebenfalls den Ortsgemeinden zur Verfügung gestellt werden, damit beispielsweise energetische Sanierungen von gemeindeeigenen Gebäuden durchgeführt werden können.
Erfreut zeigte Bürgermeister Klöckner auf, dass die Einwohnerzahl der Verbandsgemeinde Hachenburg weiterhin stabil bleibe und die positive Wirtschaftsentwicklung für ein hohes Steueraufkommen in der Region sorge.
Redner der im Verbandsgemeinderat vertretenen Parteien und Wählergruppen lobten die solide Haushaltsführung und den ausgeglichenen Haushalt der Verbandsgemeinde für das kommende Jahr. Durch einen einstimmigen Beschluss wurde die Haushaltssatzung mit dem Haushaltsplan verabschiedet.


Willkommen in der Verbandsgemeinde Hachenburg
In seiner Rede ging der Vorsitzende auch auf das Thema Flüchtlinge ein. Derzeit werden ca. 200 Asylbewerber in der Verbandsgemeinde Hachenburg betreut. Einen großen Dank sprach er allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofes sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch vielfältige Spenden einen Beitrag leisten, aus. Diese Menschen kümmerten sich maßgeblich um das Wohl dieser Menschen, so Klöckner. Die Verwaltung habe aus diesem Anlass einen Informationsleitfaden für ehrenamtliche Helfer für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden herausgegeben, der kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.
Besonders hervor hob er die Wichtigkeit von organisierten Begegnungen von Einheimischen mit Flüchtlingen, um Kontakte herzustellen und eine bestmögliche Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Dazu trage auch das „Festival der Kulturen“ bei, welches im Anschluss an die Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Alter Markt“ im Sommer 2016 stattfinden soll.


Wirtschaftspläne der Verbandsgemeindewerke verabschiedet
Bereits vor Verabschiedung des Haushaltes 2016 beschloss der Verbandsgemeinderat die Jahresbilanzen 2014 der Verbandsgemeindewerke in den Betriebszweigen Wasserwerk, Abwasserwerk, Löwenbad Hachenburg und Energieversorgung.
Die Erste Beigeordnete Gabriele Greis zeigte bei den Wirtschaftsplänen aller vier Betriebszweige für das Jahr 2016 auf, dass der Umweltschutz in den Betriebszweigen gelebt werde. Das Thema der Generationengerechtigkeit stehe dabei stets im Mittelpunkt. Sei es die Gewinnung von ausgezeichnetem Trinkwasser, die Klärung von Abwasser oder die Erzeugung von Wärme aus nachwachsenden Brennstoffen – all dies sei wertschöpfend für zukünftige Generationen, so Frau Greis. Der Schwerpunkt der geplanten Maßnahmen im kommenden Jahr liege auf der Erhaltung und Sanierung bestehender Anlagen und damit dem Werterhalt für die Zukunft. So werde man den vorgeschriebenen Anforderungen gerecht. In allen vier Betriebszweigen beläuft sich das Gesamtinvestitionsvolumen auf rd. 6,94 Mio. €. Zur Finanzierung dieser Investitionen wird eine Netto-Neuverschuldung von knapp unter 4 Mio. € erforderlich sein. Das Gremium stimmte allen vier Wirtschaftsplänen einstimmig zu.

Zwischenbericht zum Klimaschutzkonzept vorgestellt
Im Zwischenbericht zum Klimaschutzkonzept der Verbandsgemeinde Hachenburg zeigte Gabriele Greis zu Beginn auf, dass die Verbandsgemeinde bereits jetzt viele Schritte für ein besseres Klima getan habe und sich durch das Konzept weitere Möglichkeiten eröffneten. Michael Münch von der Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen erläuterte, dass man beispielsweise durch das Nahwärmenetz in der Stadt Hachenburg, die insgesamt 26 Windenergieanlagen in der Verbandsgemeinde oder die Brennstoffzelle an der Kläranlage Hachenburg auf dem richtigen Weg sei. In den bisher drei Workshops zu verschiedenen Schwerpunkten wurden weitere Maßnahmen herausgearbeitet, die den Klimaschutz in der Verbandsgemeinde weiter vorantreiben sollen. So sollen beispielsweise weitere energetische Sanierungen kommunaler Gebäude durchgeführt oder Beratungsleistungen für Kaufinteressenten von Bestandsobjekten angeboten werden. Der nächste Workshop zum Thema Zentrale Wärmeversorgung und Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung findet am 21.01.2016 statt. Generell soll die Bevölkerung durch verschiedene Veranstaltungen für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden. Mitte des kommenden Jahres wird das Klimaschutzkonzept fertiggestellt, bevor anschließend die Umsetzungen der Maßnahmen beginnen.

Weitere Themen der Sitzung des Verbandsgemeinderates
Im Rahmen des Zuschussprogramms „Wir bewegen was“ beschloss der Rat einstimmig, der Ortsgemeinde Streithausen einen Betrag in Höhe von 1.100 € für die Errichtung eines „Jahresbaum-Parks“ zu gewähren.
Ebenfalls einstimmig erging der Beschluss zur Änderung der Satzung der Verbandsgemeinde Hachenburg über die Erhebung von Vergnügungssteuer. Insofern wird der Steuersatz für bestimmte Spielautomaten von 13 auf 20 Prozent angehoben.
Ab dem Jahr 2016 werden die Ferienbetreuungsangebote durch die Verbandsgemeinde Hachenburg dahingehend geändert, dass Kinder bereits ab einem Alter von drei Jahren finanziell gefördert werden.
Der Rat beschloss weiterhin, das Planungsbüro Winkler und Partner aus Dortmund mit den Planungsarbeiten für die Sanierung der Rundsporthalle zu beauftragen. In drei Teilabschnitten soll die Halle ab kommendem Jahr umfassend saniert werden.

Zum Schluss beschloss der Verbandsgemeinderat, die Wahl der/des hauptamtlichen Beigeordneten am 28.06.2016 durchzuführen. Die Ausschreibung der Stelle wird im Februar 2016 erfolgen. Die Wahl ist erforderlich, da die Amtszeit der Ersten Beigeordneten Gabriele Greis, die sich um die Wiederwahl bewerben wird, im Dezember 2016 endet.

Einsammlung von Problemabfällen aus Haushalten (haushaltsübliche Mengen)

Die Einsammlung von Problemabfällen aus Haushalten findet in der Verbandsgemeinde Hachenburg am Mittwoch, den 06.01.2016 in der Zeit von 09.00 Uhr - 12.00 Uhr statt.
Problemabfälle können die Bürger der Verbandsgemeinde an diesem Tag an der dafür eingerichteten mobilen Sammelstelle abliefern, und zwar in Hachenburg, Kirmesplatz Altstadt, Rheinstraße.

Unter Aufsicht einer ausgebildeten Fachkraft werden dort umweltschädliche Problemabfälle aus Haushalten wie z.B. Lackrückstände, Farbreste, Holz- und Pflanzenschutzmittel, Säuren, Gifte, Medikamente, Haushaltsbatterien, ausgehärtete Pflanzenfette (Fritierfett) etc. in haushaltsüblichen Mengen kostenfrei angenommen. Ebenso Leuchtstoffröhren bis max. 20 Stück pro Anlieferer. Für die Entsorgung größerer Mengen stellen Sie bitte vorab eine Anfrage an die Abfallberatung des WAB in Moschheim, Tel: 02602 / 6806-55.
Auch Elektro- und Elektronikkleingeräte wie z.B. Handy, Föhn, Rasierapparat, Kaffeemaschine etc. bis max. der Größe eines Haushaltsstaubsaugers werden am Umweltmobil kostenfrei angenommen; ebenfalls nur in haushaltsüblichen Mengen.
Elektro- und Elektronikgroßgeräte wie z. B. Fernseher, PC, Spülmaschine, Waschmaschine und ähnliches werden vom WAB nach telefonischer Anmeldung unter 02602/6806-55 kostenfrei vor Ort bei den Privathaushalten abgeholt.
Feuerlöscher werden gegen Gebühr angenommen: 10 EUR/Stück bei max. 2 Stück pro Anlieferer.

Hinweise:

  1. Das Entsorgungsangebot gilt ausschließlich nur für Problemabfälle aus Haushalten der benannten Verbandsgemeinde.
  2. Gewerbetreibende wenden sich unmittelbar entweder an die Fa. REMONDIS Industrie Service GmbH & Co. KG, 56626 Andernach, Tel.: 02632/81004-11 oder die Fa. Bellersheim Abfallwirtschaft GmbH, 57638 Neitersen, Tel.: 02681/802-800 bzw. an eine andere für die Entsorgung von Problemabfällen zugelassene Entsorgungsfirma.
  3. Altöl (technisches Öl) kann auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen bei den mobilen Sammlungen nicht mehr angenommen werden. Bitte berücksichtigen Sie hierzu, dass die gewerblichen Verkaufsstellen von Motor- und Getriebeöl gesetzlich verpflichtet sind, mengengleich zum veräußerten Öl gebrauchtes Altöl kostenfrei zurückzunehmen. Alternativ dazu können Sie Altöl auf der stationären Problemabfallannahmestelle im Betriebshof des WAB in Moschheim gegen Gebühr zur Entsorgung anliefern.

Aus Sicherheitsgründen werden die Bürger/Anlieferer gebeten, das Abstellen von Sonderabfällen vor Eintreffen der Entsorgungsfahrzeuge zu unterlassen, um Gefährdungen von Umwelt und Personen - insbesondere von Kindern - zu vermeiden.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung des WAB unter Tel.: 02602/6806-55. Dort erhalten Sie u.a. Auskunft darüber, zu welchen anderen Terminen Sie Problemabfälle auf dem Betriebshof des WAB in Moschheim selbst anliefern können.

Gute Nachrichten für Müschenbach und Streithausen

Nisterbrücke in Marienstatt wird vom Land saniert

Die Nisterbrücke am Kloster Marienstatt kann saniert werden. Darüber informierte Landtagsabgeordneter Hendrik Hering den Marienstätter Abt Andreas und Bürgermeister Peter Klöckner.
Die Brücke, die im Jahre 1478 erstmals erwähnt und in den Jahren 1721 bis 1734 letztmalig saniert wurde, kann nun erneuert werden.
Der guten Nachricht aus Mainz waren unzählige Gespräche vorangegangen, da zunächst die Eigentumsverhältnisse zwischen Land und den Gemeinden Streithausen und Müschenbach sowie dem Westerwaldkreis zu klären waren. Ebenso gab es eine inhaltlich von den Eigentumsverhältnissen abweichende Unterhaltungsvereinbarung zwischen den Kommunen.
Erfreulicherweise hat das Land erklärt, dass es die Sanierungskosten den Gemeinden nicht zumuten kann und will.
Die Gesamtsanierungskosten belaufen sich auf rd. eine Million Euro. Abt Andreas und Bürgermeister Peter Klöckner bedankten sich ausdrücklich bei Hendrik Hering für seinen großen persönlichen Einsatz in der Sache.
In dem Zusammenhang fand auch die vor Jahren stattgefundene Generalsanierung der Abteikirche ihre Würdigung - verbunden mit einem großen Dank an die Landesregierung.
Der Vorsitzende des Forums Abtei Marienstatt, Friedrich Esser, informierte die Besucher über die weiteren geplanten Projekte des Forums, wie ein neues Leitsystem durch die Klosteranlage als auch über die notwendige Sanierung des Treppenhauses im Klostergebäude.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein dramatisches Jahr geht langsam zu Ende. Beherrschte Anfang des Jahres noch die Krise um den Euro und die finanzielle Rettung Griechenlands die Nachrichten, änderte sich dies mit den Berichten über das katastrophale Erdbeben in Nepal und dann, ab dem Sommer, mit den unfassbaren Bildern über den Zustrom tausender Flüchtlinge aus vielen Krisengebieten der Welt nach Europa, Deutschland und auch zu uns in die Verbandsgemeinde Hachenburg.

In der Verbandsgemeinde Hachenburg war das Jahr geprägt von unseren Bemühungen den Klimaschutz zu verbessern. Der Verbandsgemeinderat hat uns beauftragt, ein Klimaschutzkonzept zu erarbeiten und mit großer Bürgerbeteiligung u. a. eine nachhaltige CO²-Reduzierung in der Verbandsgemeinde zu erreichen. Mit unserem Nahwärmenetz, der Beteiligung am Hachenburger Solarpark und unserer Windkraftplanung sind wir auf einem guten Weg. Wichtig war uns auch, die Entwicklung in unseren Gemeinden und der Stadt zu unterstützen. Mit dem Förderprogramm „Wir bewegen was“ konnten bereits viele Bürgeraktionen gestartet werden. In dem Zusammenhang möchte ich Ihnen allen, die sich ehrenamtlich engagieren, von ganzem Herzen Dank sagen. Dies gilt insbesondere auch für diejenigen, die seit vielen Wochen und Monaten in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind. Mein Dank gilt auch den großen und kleinen Spendern sowie den Unternehmen für Bereitstellung von Beschäftigungsmöglichkeiten und sonstiger Unterstützung. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch nach wie vor den Menschen bei uns helfen, die sich aus welchen Gründen auch immer in persönlichen und wirtschaftlichen Notlagen befinden.

Erfreulicherweise ist die wirtschaftliche Situation in Deutschland und in der Verbandsgemeinde gut. Wir haben hohe Steuereinnahmen und die Arbeitslosenzahlen sind historisch gesehen niedrig. Mit diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten wir gut in das nächste Jahr starten und viele weitere Projekte realisieren, die der Allgemeinheit zugutekommen. Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest und alles erdenklich Gute für das neue Jahr. Gehen Sie mit Zuversicht und Optimismus in das neue Jahr – es lohnt sich!

Ihr

Peter Klöckner
Bürgermeister

Gegen rechte Gewalt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir laden Sie ein zur Gedenkdemo am Montag, 28. Dezember 2015, aus Anlass des 25-jährigen Gedenkens an den gewaltsamen Tod von Nihad Yusufoglu, der am 28.12.1990 in Hachenburg durch Messerstiche zu Tode kam.

Der Gedenkmarsch beginnt um 17:00 Uhr am Hachenburger Bahnhof und endet mit einer Kundgebung am Burggartenparkplatz gegen 19:00 Uhr. Gegenüber dem Tatort wird am Parkhaus „Innenstadt“ eine Gedenktafel enthüllt.

Veranstalter der Gedenkdemo ist die Initiative gegen das Vergessen.

Karl Wilhelm Röttig
Stadtbürgermeister