Aktuelles

Pflege- und Unterhaltungsarbeiten bei Trinkwasserschutzgebieten

Grün: Erste Schutzzone I
Blau: Engere Schutzzone II

Der tägliche Bedarf an Trinkwasser wird im Versorgungsgebiet der Verbandsgemeinde Hachenburg zu 80 % aus eigenen Wasserversorgungsanlagen gewonnen. Dies entspricht täglich 3.200.000l Trinkwasser.

Um den Schutz des Grundwassers zu gewährleisten, befindet sich jede Gewinnungsanlage in einem Wasserschutzgebiet. Dieses Schutzgebiet ist in drei Zonen aufgeteilt.

Die erste Schutzzone befindet sich direkt an dem Fassungsbereich der Quelle oder des Brunnens und hat in der Regel einen Radius von fünf bis zehn Metern um diese herum. Diese Schutzzone ist durch eine Umzäunung vor Verschmutzungen und Unrat, insbesondere durch tierische Fäkalien gesichert. Die Nutzung und das Betreten sind für Unbefugte verboten. Die Schutzzone wird mehrmals im Jahr kontrolliert und die Fläche gesäubert. Auch erfolgen Unterhaltungsmaßnahmen, wie das Mähen des Geländes oder die Nachprofilierung von Gräben, um das Grundwasser zu schützen und den Fassungsbereich in einem ordentlichen Zustand zu erhalten.

Die zweite „engere“ Schutzzone schützt den Fassungsbereich und das Grundwasser vor bakteriellen Verunreinigungen und darf je nach Schutzverordnung nicht bzw. nur zeitweise beweidet werden.

Die dritte und letzte Schutzzone ist die „weitere“ Schutzzone. Diese Schutzzone umfasst das gesamte Einzugsgebiet der geschützten Wasserfassung. Auch hier gibt es Nutzungseinschränkungen. So ist das Ablagern von Schutt, Abfallstoffen und wassergefährdenden Stoffen untersagt.

Sie möchten mehr über Ihr Trinkwasser wissen? Wir zeigen’s Ihnen!

Verbandsgemeindewerke Hachenburg
Betriebszweig Wasserwerk


Verbandsgemeindewerke verleihen Energiemessgerät

Das Energiemessgerät vor der Heizzentrale

„Wie hoch ist eigentlich der Stromverbrauch meiner alten Kühltruhe – oder der meines Trockners? Wie steht es mit dem Kühlschrank oder der Waschmaschine?“
Wenn Sie sich solche Fragen angesichts steigender Strompreise schon des Öfteren gestellt haben, können Ihnen die Verbandsgemeindewerke künftig helfen, Ihre Verbräuche festzustellen. Und zwar mit einem Energiemessgerät, welches gegen eine Kaution in Höhe von 50 Euro an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in der Verbandsgemeinde verliehen wird.
Das Gerät zeigt die Gesamtkosten, ermöglicht eine sinnvolle Kontrolle des Stromverbrauchs und trägt zum Energiesparen bei. Mit Speicherfunktion bei Stromausfall für Kosten, Tarif und KWh. Bis zu 13 verschiedene Anzeigeinformationen einschließlich: Zeit, Gesamtkosten, Kosten 1, Kosten 2, Tarif, Gesamt KWh (Kilowattstunden), KWh (Kilowattstunden) 1, KWh (Kilowattstunden) 2, W (aktive Watt), VA (Scheinleistung), V (Spannung), A (Ampere). Zurücksetzen von Kosten und kWH auf Null.
Allen Interessenten stehen die Verbandsgemeindewerke selbstverständlich gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Auskunft erteilt Herr Schubert, Tel.: 02662/801-232, Mail: f.schubert@vgw-hachenburg.info 

Verbandsgemeindewerke Hachenburg

Nisterprogramm wird in die Tat umgesetzt

Vor der Pumpstation
Eine Gruppe Personen vor der Pumstation.
Kolbenmembranpumpen
Zwei hocheffizient arbeitende Kolbenmembranpumpen.

Teichkläranlage in Marienstatt geht außer Betrieb


Auf Einladung der Verbandsgemeindewerke Hachenburg fanden sich am letzten Novembertag bei strahlendem Sonnenschein und eisigen Temperaturen Vertreter aller an der Realisierung eines nicht nur äußerlich vorzeigbaren Projektes beteiligten Unternehmen sowie der öffentlichen Stellen in Marienstatt ein. Man traf sich an der mit Natursteinen verblendeten Abwasserpumpstation am Wanderweg entlang der Nister.
Die Erste Beigeordnete Greis konnte Vertreter der Genehmigungsbehörde, der Ortsgemeinde, des Klosters sowie der beteiligten Firmen und des Planungsbüros begrüßen. Sie führte einleitend aus, dass die Verbandsgemeindewerke Hachenburg mit der bevorstehenden Inbetriebnahme der Pumpstation einhergehend mit der Außerbetriebnahme der Teichkläranlage eine erste beachtliche Maßnahme aus dem in Kürze zu vereinbarenden Nisterprogramm in die Tat umsetzen.
Beim Termin nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, sich die Funktionsweise der sowohl unter ökologischen als auch unter ökonomischen Aspekten nachhaltigen Investitionsmaßnahme erläutern zu lassen. Rund 1,7 Mio. EUR investieren die Werke in diesen Standort nebst der Verbindungsleitung nach Nister und erhalten hierfür eines Landeszuschuss aus Mitteln der Wasserwirtschaft von rund 70.000 EUR. Im Übrigen erfolgt die Finanzierung über die laufenden Entgelte der Bevölkerung und in letzter Konsequenz über eine Darlehensaufnahme auf dem allgemeinen Kapitalmarkt.

Nisterprogramm – ein Bündnis für die Flussperlmuschel

Das in den vergangenen 12 Monaten unter breiter Akteursbeteiligung erarbeitete Maßnahmenkonzept bildet die Grundlage für das Anfang des kommenden Jahres von allen Partnern zu unterzeichnende Nisterprogramm. Es soll dazu beitragen, den Lebensraum der auf ein bedrohliches Minimum gesunkenen Anzahl von adulten Flussperlmuscheln zu erhalten bzw. zu verbessern. Neben Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und –güte finden sich hierin auch Maßnahmen des Artenschutzes und Regulierungsmaßnahmen wieder, wie beispielsweise die Bestandsregulierung des Kormorans oder die Bekämpfung der Herkulesstaude.

Die Vertreterin der administrativ mit der Erarbeitung des Nisterprogramms betrauten SGD Nord, Jennifer Hahn, zeigte sich erfreut darüber, dass man in Hachenburg bereits vor der offiziellen Vertragsunterzeichnung zielgerichtet an der Verbesserung der Gewässergüte der Nister orientiert denke und auch handle.

Keine Kläranlage mehr in Marienstatt

Der Betrieb der zukünftig entbehrlichen Teichkläranlage, die 1984 für das Kloster, das Gymnasium und die Klostergaststätte errichtet wurde, gestaltete sich bereits seit 2004 zunehmend schwieriger, als der Brauereibetrieb in der Klostergaststätte Einzug hielt. Die Umstellung des Gymnasiums auf den Ganztagsschulbetrieb mit der angegliederten Mensa vor ein paar Jahren habe dann letztlich maßgeblichen Anteil daran gehabt, die Suche nach Alternativen für die überforderte Kläranlage zu forcieren, so Werkleiter Dörner zum Werdegang.
Gemeinsam mit dem in Hachenburg ansässigen Büro Planeo sei man in Abstimmung mit der SGD Nord zu der Entscheidung gelangt, den Kläranlagenstandort in Marienstatt aufzugeben. Stattdessen seien die Planungen für den Bau einer Pumpstation mit einem vorgelagerten Stauraumkanal von 80 m³ sowie einer 2,5 km langen Verbindungsleitung zur Kläranlage Nister vorangetrieben worden. Zwei hocheffizient arbeitende Kolbenmembranpumpen sorgen zukünftig dafür, das behandlungsbedürftige Abwasser auf eine maximale Höhe von 78 m zu pumpen. Gefördert werden maximal 6 l/s, was dem Abwasseranfall von 500 Einwohnern entspricht. Gegenüber der Kläranlage ergibt sich eine um 25% höhere Vorhalteleistung.
Ein wesentlicher Grund für die Außerbetriebnahme und den Rückbau von ineffizient arbeitenden Teichkläranlagen, die oft nur für wenige hundert Einwohner ihren Dienst leisten, ist die zwei- bis dreimal in der Woche gebotene Verpflichtung zur Kontrolle durch das Betriebspersonal. Im Problemfall ist obendrein oftmals nur ein stark eingeschränkter Betrieb möglich.
Die hochtechnisierte Pumpstation, die obendrein in allen wichtigen Anlagekomponenten redundant ausgelegt ist, arbeitet hingegen autonom und kann umfassend über ein passwortgeschütztes Prozessleitsystem der Werke überwacht und erforderlichenfalls nachjustiert werden.
Sollte es - beispielsweise bei einem längeren Stromausfall – dennoch zum Ausfall der Pumpstation kommen, steht eines der Becken der Teichkläranlage für die temporäre Zwischenspeicherung der Abwässer zur Verfügung und verhindert eine direkte Einleitung in die Nister.
Neben den in den letzten Jahren bereits weggefallenen Kläranlagen in Astert, Mörsbach-Burbach, Kundert und Marienstatt wird auch der Bestand der übrigen Teichkläranlagen mittelfristig einer näheren Betrachtung unterzogen. Sofern es technisch möglich und über die Betrachtungszeit wirtschaftlich vorteilhaft ist, wird man auch dann wieder Wert auf die Zusammenlegung von Anlagenstandorten legen.

Baubeginn Erweiterung Hochbehälter Hachenburg

Spatenstich
Das Foto zeigt die Vertreter der Verbandsgemeinde und des Planungsbüros WITEC aus Kroppach beim symbolischen Spatenstich zu Beginn der Bauarbeiten.

Die Bauarbeiten für das zurzeit größte Projekt innerhalb der VG Hachenburg im Bereich der Wasserversorgung haben begonnen. Mit einer geplanten Investitionssumme von 1,5 bis 2 Millionen EURO soll bis zum Jahresende 2017 die Inbetriebnahme aller neuen Anlagenteile erfolgen. Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser ist während der Bauzeit gewährleistet.
Ein wichtiger Baustein der Finanzierung ist die zugesagte Landesförderung in Form eines zinslosen Darlehens in Höhe von 507.500 EUR.
Nach der Inbetriebnahme geht man von  einer jährlichen Einsparung der Betriebskosten von 25.000 bis 30.000 EUR aus.
Das gesamte Trinkwasservolumen soll auf eine Kapazität von 2.700 Kubikmeter erweitert werden. Hierfür ist ein separater Erweiterungsbau aus Betonfertigteilen geplant der das bisherige Fassungsvermögen des bestehenden Hochbehälters um 1.000 Kubikmeter erweitert. Dies begründet sich im vermehrten Wasserverbrauch und auch im erforderlichen Löschwasserbedarf für den Brandfall. Noch in diesem Jahr beabsichtigt die bauausführende Firma den Erweiterungsbehälter im Rohbau zu erstellen. Die neue Trinkwasserversorgungsanlage erhält eine komplett neue Aufbereitungsanlage nach dem neuestem Stand der Technik auf rein physikalischer Basis. Weiterhin ist es zukünftig möglich alle wichtigen Funktionen und Betriebsdaten über ein Fernüberwachungs- bzw. Fernwirksystem zu steuern.
Der alte historische Sammelbehälter aus dem Jahre 1902 in unmittelbarer Nähe soll saniert und in den örtlichen Wassererlebnispfad integriert werden.

Das Foto zeigt die Vertreter der Verbandsgemeinde und des Planungsbüros WITEC aus Kroppach beim symbolischen Spatenstich zu Beginn der Bauarbeiten.

Von links:
Wassermeister Klaus Pfeiffer, Erste Beigeordnete Gabriele Greis, stellv. technischer Werkleiter Rainer Zeiler, Werkleiter Marco Dörner, Bürgermeister Peter Klöckner, Geschäftsführer Fa. WITEC Frank Meder.

VERANSTALTUNGEN

Aktuelle Veranstaltungen
in der VG Hachenburg.

Verbandsgemeindeverwaltung
Hachenburg
Gartenstraße 11
57627 Hachenburg

Tel.: 0 26 62 / 801 - 0
Fax: 0 26 62 / 801 - 260
E-Mail: info@hachenburg-vg.de

Öffnungszeiten der
Verbandsgemeindeverwaltung:

Montag:08.00 – 12.00 Uhr
13.30 – 16.00 Uhr
Dienstag:

08.00 – 12.00 Uhr

13.30 – 16.00 Uhr
Mittwoch:08.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag:08.00 – 12.00 Uhr
13.30 – 18.30 Uhr
Freitag:08.00 – 13.00 Uhr

Öffnungszeiten der
Zulassungsbehörde Hachenburg:

Montag:08.00 – 16.00 Uhr
Dienstag:

08.00 – 16.00 Uhr

Mittwoch:08.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag:08.00 – 18.00 Uhr
Freitag:08.00 – 12.00 Uhr


Annahmeschluss jeweils
30 Minuten vor Ende der Öffnungszeit!