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Land, Träger und Kommunen ziehen an einem Strang

Der Klinikstandort Hachenburg erhält eine klare Zukunftsperspektive.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 70 Millionen Euro werde die medizinische Infrastruktur in der Verbandsgemeinde Hachenburg in den kommenden Jahren umfassend erneuert und erweitert, wie der geschäftsführende Sprecher des Klinikträgers, Guido Wernert, mitteilte. Die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz bildet dabei eine maßgebliche Grundlage und unterstreicht den politischen Willen, leistungsfähige Gesundheitsversorgung auch außerhalb der Ballungsräume zu sichern. Auch der Westerwaldkreis hatte bereits im Mai vergangenen Jahres eine Anschubfinanzierung sowie die Beteiligung an notwendigen Investitionen beschlossen. Da der vorherige Träger aufgrund der Planungen für ein zentrales Westerwald-Klinikum in Müschenbach nur eingeschränkte Mittel bereitgestellte, setzt die Evangelische Krankenhausgesellschaft Dierdorf/Selters gGmbH nun gezielt an, um diese Lücke zu schließen.

Im Fokus stehen ein neuer Funktionstrakt mit zusätzlicher zentraler Notaufnahme, zusätzliche Operationskapazitäten, eine erweiterte Intensivstation sowie der Aufbau einer geriatrischen Abteilung. Parallel dazu werden Patientenzimmer und Gebäudesubstanz modernisiert und zeitgemäße Medizintechnik installiert. Die Maßnahmen erfolgen schrittweise und im laufenden Betrieb.

Bei einem Besuch in Hachenburg am 27.01.2025 machten Landesgesundheitsminister Clemens Hoch und MdL Hendrik Hering deutlich, dass das Land den eingeschlagenen Kurs ausdrücklich unterstütze. Beide betonten die Bedeutung des Standorts für den nördlichen Westerwald und die Notwendigkeit, bestehende Versorgungsstrukturen effizient weiterzuentwickeln.

Bürgermeisterin Gabriele Greis ordnet die Entwicklung aus kommunaler Sicht ein:

„Dass Land, Träger und Kommunen hier gemeinsam Verantwortung übernehmen, zeigt unsere Bestrebungen, eine nachhaltige Daseinsfürsorge für die Menschen zu sicher und das dort, wo sie gebraucht wird – vor Ort. Die Unterstützung aus Mainz stärkt dabei aber nicht nur den Klinikstandort, sondern bedeutet auch sichere Arbeitsplätze für das engagierte Mitarbeitenden-Team und ein verlässliches medizinisches Angebot, das sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert.“