Mit seiner rot-schwarzen Maske im Gesicht und den auffällig gelben Federn an den Flügeln macht der kleine Fink aktuell so manchem Karnevalisten Konkurrenz und könnte durchaus mit einem entflogenen Haustier verwechselt werden.
Die bunten Vögel sind jedoch in Deutschland heimisch. Auch in der Verbandsgemeinde Hachenburg sind sie an Feldrändern, auf naturnahen Flächen und Wiesen zu beobachten. Sie leiden jedoch sehr unter aufgeräumten Gärten, denn sie sind spezialisierte Körner- und Samenfresser.
Neben Vogelfutterhäusern hilft man dem hübschen Vogel, der selten allein kommt, daher besonders mit wilden Ecken im Garten. Wer abgeblühte Stauden im Winter stehen lässt und im Sommer Löwenzahn und Disteln einen Platz in seinem Garten lässt, macht sich nicht nur weniger Arbeit, sondern bietet dem Stieglitz und anderen Wintervögeln einen gedeckten Tisch und kann sich so an ihrem Anblick erfreuen.
„Naturnahe Gärten, Blühflächen und der Erhalt von Lebensräumen sind dabei weit mehr als ein schöner Anblick: Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz. Als Verbandsgemeinde setzen wir uns gemeinsam mit unseren Ortsgemeinden für mehr Biodiversität im öffentlichen Raum ein – von insektenfreundlichen Pflanzungen bis hin zur extensiven Pflege ausgewählter Flächen“, erklärt Melissa Karthe, Nachhaltigkeitskoordinatorin der VG Hachenburg.
Alle Bürgerinnen und Bürger seien daher herzlich dazu eingeladen, sich gerade auch im Winter aktiv für den Erhalt unserer Biodiversität einzusetzen – mit etwas Mut zur „Wildnis“ im eigenen Umfeld, so Melissa Karthe.
