Bei dem am 20.03.26 erstmals in der Presse vorgestellten Vorhaben zur grundlegenden Umgestaltung des beliebten Erholungsraums entlang des Wanderweges an der Nister zwischen Marienstatt und Astert werde diese naturschutzfachlich und wasserwirtschaftlich verfolgte gute Absicht jedoch größtenteils ad absurdum geführt, ist sich Bürgermeisterin Gabriele Greis sicher.
Nicht nur im Verlauf der auf Betreiben der Bürgermeisterin durch die SNU angebotenen Exkursion mit Vertreterinnen und Vertretern des Projektträgers und Mitgliedern des Verbandsgemeinderates Ende Februar wurden eine ganze Reihe kritischer Stimmen laut, die auch der SNU bekannt sind. Umso erstaunter war Greis über die Berichterstattung in der Westerwälder Zeitung.
Misserfolg droht wegen fehlender Kommunikation
Die Kritik der Bürgermeisterin, die aus den Reihen der Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister sowie des Verbandsgemeinderates unterstützt wird, bezieht sich vor allem auf eine vollkommen fehlgeleitete und in weiten Teilen nicht vorhandene Kommunikation bzw. Öffentlichkeitsbeteiligung.
Entgegen der Zusage, vor allem die Anrainer-Ortsgemeinden vor Ort mit dem Projekt vertraut zu machen und um deren ehrliche Zustimmung zu werben, hält Gabriele Greis den jetzt über die Presse gewählten Weg für mehr als ungünstig. Der Misserfolg des Projektes sei vorprogrammiert.
Neben dem Frust bei den kommunalen Vertreterinnen und Vertretern, deren Meinung nicht gefragt war, werde der unübersehbare Eingriff entlang des beliebten Wanderweges an der Nister auch in der Bevölkerung nicht auf Gegenliebe stoßen. Das rücksichtslose Verhalten der Projektverantwortlichen bei der SNU habe auf kommunaler Seite Vertrauen zerstört, resümiert die Bürgermeisterin.
Es gibt Alternativen
Das Millionenprojekt mit nennenswerten Eingriffen in das vertraute Landschaftsbild der mehr als 20 ha großen Wiesenfläche wird, so die Verlautbarungen, erst nach Jahren zu einer Verbesserung des Natur- und Wasserhaushaltes beitragen. Ein 15-jähriges Monitoring in Verbindung mit einer Nachsorge im siebenstelligen Umfang soll dazu beitragen.
Ob der Erfolg wirklich eintritt, wird sich später zeigen. Was jedoch sofort ins Auge fällt, ist die grundlegende Veränderung eines Erholungsgebietes für Gäste aus nah und fern. Von kommunaler Seite aufgezeigte Alternativen, die neben den naturschutzfachlichen Aspekten auch soziale Belange zum Inhalt haben, scheinen nicht wirklich gefragt. An der Planung der SNU wurde und wird starr festgehalten. Dabei hätte man bei einer solchen Betrachtung und einer ehrlichen, offenen und auch frühzeitigen Kommunikation an einem Strang ziehen können.
Weitere Informationen und eine Möglichkeit zur Beteiligung stellt die SNU unter: https://snu.rlp.de/service/presse/detail/die-nisteraue-wird-wieder-lebendig-mehr-vorsorge-mehr-natur-mehr-erlebnis zur Verfügung.
