Freilingen – Die wasserbauliche Sanierung am Dreifelder Weiher verzögert sich. Grund sind ungünstige Witterungsbedingungen und ein unerwarteter Dammrutsch. Viele Bürger*innen der Region fragen sich, wie es nun weitergeht. Das NABU-Projektbüro in Freilingen lädt deshalb zu einer Sprechstunde ein, um über den aktuellen Stand der Bauarbeiten zu informieren und Fragen zu beantworten.
Der Wintereinbruch mit anhaltenden Minusgraden führte Anfang des Jahres zu temperaturbedingten Bauunterbrechungen, da beispielsweise für die Sanierung des Grundablasses und für die Erdarbeiten entsprechende Plusgrade erforderlich waren. Überdurchschnittlich starke Niederschläge führten zusätzlich zu Überflutungen der Baustelle und weiteren Unterbrechungen der Sanierungsarbeiten. Außerdem rutschte ein Teil des Damms ab, der nun aufwendig wiederhergestellt werden muss. Für diese Arbeiten muss der Straßenabschnitt auf dem Damm voraussichtlich bis Ende April gesperrt bleiben. Die NABU Stiftung bedauert die Verzögerungen und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten und arbeitet mit den Projektbeteiligten unter Hochdruck an der zügigen Fertigstellung der restlichen Arbeiten.
„Ziel der laufenden Baumaßnahmen ist es, den Dreifelder Weiher langfristig als stabilen Naturraum und attraktives Ausflugsziel für die Region zu sichern“, sagt Marion Wasser, Leiterin des Projektes „Natürlich mehr Se(h)en“ an der Westerwälder Seenplatte. Die Auswirkungen der baulichen Verzögerung sind bereits deutlich spürbar. So beeinflusst der trockenliegende Weiher die Laichsaison der Amphibien und die Brutsaison der Wasservögel. Auch wirtschaftliche Nutzungen, wie der Campingplatzbetrieb, sind betroffen.
Vor diesem Hintergrund lädt das NABU-Projektbüro in Freilingen alle Interessierten zur offenen Sprechstunde ein. Hier können Fragen gestellt, Hintergründe erläutert und Anliegen direkt eingebracht werden. Die nächste offene Sprechstunde findet am Montag, den 04.05.2026 von 17 - 18 Uhr im Rathaus in Freilingen statt. Weitere Termine sind zukünftig auf der Webseite des Projektbüros (www.seenplatte-westerwald.de) zu finden.
Das Projektbüro nimmt gerne auch vorab Fragen oder Hinweise per E-Mail entgegen: marion.wasser@NABU-RLP.de
Die Bürgersprechstunde findet im Rahmen des Projekts „Natürlich mehr Se(h)en“ statt, welches vom Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln des Entwicklungsprogramms EULLE gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert wird.
