LEADER-Demokratie

Wenn Zuhören Schule macht

Das Projekt „Share & Care – Sprechen und Zuhören“ setzt Impulse dafür, wie gesellschaftliches Miteinander konkret gelebt werden kann. Gefördert durch das Programm „LEADER-Demokratie“ wird das Vorhaben vom Verein „FörderInnen freier Kunstkultur und Musikpädagogik e.V.“ am Kunsthaus Wäldchen umgesetzt und eröffnet Begegnungsräume für Menschen verschiedener Generationen.

Im Mittelpunkt steht ein klar strukturiertes Gesprächsformat, in dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene miteinander ins Gespräch kommen – mit besonderem Fokus auf aufmerksamem Zuhören und einem respektvollen Austausch ohne Unterbrechungen oder direkte Bewertung. Begleitet wird das Projekt von Isabel Turba vom Verein „Mehr Demokratie e.V.“, die die Methode fachlich anleitet und den Beteiligten neue Perspektiven auf Kommunikation und ein respektvolles Miteinander eröffnet.

Ein aktueller Programmpunkt fand kürzlich in der Grundschule Mosaik in Borod statt. Dort nutzte Natalie Benner, weitere Beigeordnete der Verbandsgemeinde Hachenburg, die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Schülerinnen und Schülern. Im Gespräch wurde deutlich, wie kommunale Entscheidungswege funktionieren und welche Aufgaben in Verwaltung, Gremienarbeit sowie im ehrenamtlichen Engagement verankert sind. Auch die Aufgaben der Bürgermeisterin sowie des hauptamtlichen Ersten Beigeordneten und der weiteren Beigeordneten wurden praxisnah erläutert.

Im Dialog mit den Kindern wurde deutlich, wie wichtig frühe Berührungspunkte mit politischen und gesellschaftlichen Abläufen sind. Die Schülerinnen und Schüler brachten viele Fragen ein und zeigten großes Interesse an Beteiligungsmöglichkeiten im lokalen Umfeld – bis hin zu Überlegungen zu zukünftigen Formen der Mitwirkung.

„Demokratie ist kein abstraktes Konzept, sondern das, was wir jeden Tag gemeinsam gestalten. Es ist mir ein großes Anliegen, jungen Menschen früh zu zeigen, dass ihre Fragen, ihre Ideen und auch ihre Zweifel gehört werden – und dass sie unsere Gemeinschaft aktiv mitprägen können. Denn wer früh erlebt, dass die eigene Stimme zählt, entwickelt Mut zur Beteiligung und Vertrauen in unsere demokratischen Strukturen.“, betonte Natalie Benner

„Share & Care“ schafft damit gezielt Räume, in denen unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen und konstruktiv verhandelt werden können. Der Ansatz stärkt den Austausch über Altersgrenzen hinweg und fördert eine Kultur des Zuhörens und Verstehens im direkten Umfeld.

Die Verbandsgemeinde Hachenburg begleitet und unterstützt diese Entwicklung ausdrücklich. Projekte wie dieses zeigen, wie durch strukturierte Gesprächsformate und eine enge Verbindung von Bildungsarbeit und kommunaler Praxis Beteiligung frühzeitig erlebbar wird und so neue Zugänge zum gesellschaftlichen Miteinander entstehen.