Der Neubau löste den bisherigen Faulturm ab und schuf die Grundlage für eine moderne, effiziente und nachhaltige Klärschlammbehandlung.
Der zylinderförmige Faulturm verfügt über ein Volumen von 550 Kubikmetern und ist ein zentraler Bestandteil der Energie- und Verwertungskette der Anlage.
Im Rahmen einer Revision wurde der Faulturm kürzlich von Tauchern einer Spezialfirma untersucht. Ohne Beanstandungen kann der Faulturm nun weiterhin seinen Dienst erbringen.
Im Faulturm werden jährlich rund 9.000 Kubikmeter Klärschlamm behandelt. Dabei entstehen während des Faulungsprozesses etwa 96.000 Kubikmeter wertvolles Klärgas, das zur nachhaltigen Energiegewinnung genutzt werden kann.
Das erzeugte Klärgas wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Produktion von Strom und Wärme genutzt. Auf diese Weise kann ein Großteil des Eigenbedarfs der Kläranlage an elektrischer Energie und Wärme gedeckt werden. Dies trägt nicht nur zur Senkung der Betriebskosten und somit der Abwassergebühren bei, sondern reduziert auch den Einsatz fossiler Energieträger und verbessert die Klimabilanz der Anlage.
Der Faulturm zeigt eindrucksvoll, wie moderne Abwassertechnik ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Effizienz verbindet und einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung leistet.

