Überlastete Kanalsysteme, ansteigendes Oberflächenwasser und Hangabflüsse führen dabei immer wieder zu erheblichen Belastungen. Fachliche Prognosen gehen davon aus, dass solche Ereignisse künftig häufiger und intensiver auftreten können – leider auch in der Verbandsgemeinde Hachenburg.
Die Verbandsgemeinde Hachenburg begegnet dieser Entwicklung mit der konsequenten Erarbeitung eines Hochwasser- und Sturzfluten-Vorsorgekonzeptes. Für die Ortsgemeinden Borod, Giesenhausen, Hattert, Limbach, Marzhausen, Mudenbach, Welkenbach und Wied liegt bereits ein solches vor, dieses können Sie ⇒ hier abrufen.
In der vergangenen Woche wurden in Gehlert und Wahlrod die aktuellen Ergebnisse für diese beiden Ortsgemeinden sowie für Höchstenbach und Winkelbach im Rahmen gut besuchter Abschlussveranstaltungen vorgestellt. Besonders positiv aufgenommen wurden die verständlichen Präsentationen sowie die Vorstellung des digitale Planungstools „Hydro-Zwilling“, das mögliche Gefährdungssituationen anschaulich sichtbar macht. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit die Möglichkeit, bei Angabe ihrer Wohnadresse unter: https://hydrozwilling.rlp.de/ potenzielle Risiken im eigenen Umfeld frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgeschritte abzuleiten.
Die Vorsorgekonzepte der Verbandsgemeinde entstehen u. a. auf Basis von Geländeanalysen, Niederschlagsdaten und Ortsbegehungen. Ergänzend fließen lokale Erfahrungen der Bevölkerung ein, etwa zu bekannten Überflutungsbereichen oder Abflusswegen. Ziel ist es, für jede Ortsgemeinde passgenaue Maßnahmen zu entwickeln, die öffentliche und private Vorsorge sinnvoll verbinden.
Begleitet wird der aktuelle Prozess durch die GBI Kommunale Infrastruktur GmbH & Co. KG, die ihre fachliche Expertise in die Planung einbringt.
Erster Beigeordneter Marco Dörner unterstrich im Kontext der beiden Abschlussveranstaltungen in Gehlert und Wahlrod die Bedeutung des gemeinsamen Vorgehens:
„Extremwetterereignisse stellen uns vor neue Herausforderungen. Mit den Vorsorgekonzepten schaffen wir eine fundierte Grundlage, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Entscheidend ist dabei das Zusammenwirken aller Beteiligten – von der Fachplanung über die kommunalen Gremien bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern. Nur so können wir unsere Orte widerstandsfähig aufstellen und Schäden wirksam begrenzen.“

