wirtschaftsförderung

Krüger Medienhaus bündelt Kompetenzen am neuen Standort in Alpenrod

Bei einem Besuch am neuen Unternehmensstandort informierte sich Jasmin Held, Wirtschaftsförderin der Verbandsgemeinde Hachenburg, über die Entwicklung des Familienbetriebs und dessen Leistungsspektrum.

Stillstand? Kommt für David Mies nicht infrage. Der Geschäftsführer führt das 1947 gegründete Krüger Medienhaus mittlerweile in vierter Generation und hat dessen Wachstum in den vergangenen Jahren durch den Ausbau bestehender Geschäftsfelder und gezielte Zusammenschlüsse maßgeblich vorangetrieben.

Bis vor Kurzem produzierte der Familienbetrieb noch in der Hachenburger Innenstadt. Mit dem Umzug nach Alpenrod schuf Mies die räumlichen und technischen Voraussetzungen, um das Know-how mehrerer ehemals eigenständiger Firmen unter einem Dach zu vereinen.

Bereits vor rund 15 Jahren erweiterte er das Angebot durch die Übernahme eines Werbemittelhändlers. Zuletzt folgten der Zusammenschluss mit Westerwalddruck aus Ransbach-Baumbach, die Integration eines Herstellers für Organisationssysteme sowie der Erwerb einer Druckerei aus dem Siegerland. Auf diese Weise vereint das Medienhaus heute unterschiedliche Fertigungsverfahren, spezialisiertes Fachwissen und etablierte Tätigkeitsbereiche.

Erweitertes Leistungsspektrum

Inzwischen beschäftigt der Betrieb 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Angebot reicht von klassischen Druckprodukten über Textilveredelung, Messe- und Großformatdruck bis hin zu Werbeartikeln und Organisationssystemen. Digitale Bestelllösungen und eigene Webshops ergänzen das Spektrum. Die Verbindung der verschiedenen Geschäftsbereiche ermöglicht es, unterschiedliche Produktions- und Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten.

Im Gespräch mit David Mies erhielt Jasmin Held Einblicke in die betrieblichen Abläufe, die strategische Ausrichtung und die zusätzlichen Möglichkeiten, die sich aus der Zusammenführung der verschiedenen Fachbereiche ergeben.

Nachhaltigkeit und regionale Perspektiven

Auch ökologische Verantwortung spielt seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Bereits seit 2003 befasst sich das Medienhaus mit der Verringerung seiner Umweltbelastung und investiert unter anderem in erneuerbare Energien sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Seit 2018 unterstützt Mies zudem internationale Klimaschutzprojekte durch finanzielle Beiträge im Zusammenhang mit den Emissionen seiner Druckproduktion. Dieses Engagement bezeichnet er bewusst als „finanziellen Klimabeitrag“.

Die Strategie von David Mies verdeutlicht zugleich, welches Potenzial in der Verbindung bestehender Betriebe liegt. Gerade angesichts anstehender Generationswechsel und veränderter Marktbedingungen können solche Zusammenschlüsse dazu beitragen, wertvolles Know-how, technische Ausstattung und gewachsene Kundenbeziehungen langfristig zu sichern. Für die Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Hachenburg ergeben sich daraus interessante Perspektiven für den Erhalt und die Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen.