Verbandsgemeinderat

Aus dem Verbandsgemeinderat: Nachlese zur Sitzung vom 15. September

Für die Kindertagesstätten in Mörsbach, Nister, Müschenbach und Mündersbach übernimmt die Verbandsgemeinde künftig die Betriebsträgerschaft. Der Verbandsgemeinderat stimmte der Übernahme einstimmig zu. Vorgesehen ist der Übergang zum 1. Januar 2027.

Ausgangspunkt waren konkrete Anfragen aus den Ortsgemeinden. Die Anforderungen an den Betrieb einer Kindertagesstätte sind vielfältig und werden zunehmend komplexer, so dass die Aufgabe der Trägerschaft einer KiTa einen erheblichen zeitlichen Aufwand und ein hohes Maß an Verantwortung für ehrenamtliche Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister bedeutet. Seit Oktober 2025 wurden rechtliche, organisatorische, personelle und finanzielle Fragen gemeinsam mit den beteiligten Ortsgemeinden beraten und die Abgabe-Beschlüsse der bisherigen Trägerkommunen gefasst. Mit dem Beschluss der Annahme der Aufgabe durch den Verbandsgemeinderat ist das Projekt für die vier Kindertagesstätten nun „beschlossene Sache“.

Bürgermeisterin Gabriele Greis sieht in der Übernahme eine konkrete Entlastung: „Unsere Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister leisten täglich Großartiges für ihre Gemeinden und tragen dabei viel Verantwortung. Wenn die Aufgaben aufgrund des Volumens zu aufwändig werden, müssen wir als Verbandsgemeinde genau hinschauen und unterstützen, wo wir können.“

Die Beschäftigten der betroffenen Kindertagesstätten und die Elternvertretungen sollen nun zeitnah und transparent über das weitere Vorgehen informiert werden.

 

Regelmäßige Förderung der Verbandsgemeinde für Demokratieprojekte ist notwendig und sinnvoll – Beispiele aus dem Schulalltag

Seit 2020 erhält jede Grundschule in Trägerschaft der Verbandsgemeinde Hachenburg jährlich 2.000 Euro, um demokratische Bildungsangebote eigenverantwortlich umzusetzen. Wie diese Förderung konkret eingesetzt wird, erläuterten die Schulleitungen Gabriele Greher und Daniel Busch.

Die Bandbreite reicht von Klassenrat, Schülerparlament und Schülerhaushalt über Projekte zu Kinderrechten und Schulhofgestaltung bis hin zu Zirkusaktionen, zusätzlichen Büchern und Medienangeboten. Auch das Netzwerk „Moving School“ war mit kreativen Bildungsformaten an den Schulen zu Gast.

Dabei wurde deutlich: Demokratiebildung beginnt nicht erst mit dem Wahlalter. Kinder sollen früh erleben, dass ihre Meinung zählt, sie mitgestalten und Verantwortung übernehmen können. Gleichzeitig berichteten die Schulleitungen von zunehmenden familiären und sozialen Belastungen, die viele Kinder in den Schulalltag mitbringen. Vor diesem Hintergrund komme dem Beitrag der Verbandsgemeinde eine besondere Bedeutung zu, hoben Gabriele Greher und Daniel Busch hervor. Sie ermögliche den finanziellen Spielraum, um Kindern gerade in diesen herausfordernden Zeiten Räume für Beteiligung, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung zu eröffnen.

„Die Mittel zur Demokratieförderung haben bewusst keine Einschränkungen in ihrer Verwendung.“ würdigte Bürgermeisterin Greis das Engagement der Grundschulen. „Wir haben großes Vertrauen in die Schulen, die selbst am allerbesten beurteilen können, wo das eingesetzte Geld seine Verwendung findet. Die Arbeit vor Ort verdient allerhöchste Wertschätzung und Unterstützung!“

 

Hitzeschutz an Grundschulen: Maßnahmen werden geprüft

Der heiße Sommer hat auch den Hitzeschutz an den Grundschulen stärker in den Fokus gerückt. Auf Antrag der SPD-Fraktion befasst sich die Verbandsgemeinde daher mit Möglichkeiten, die Bedingungen an besonders warmen Tagen weiter zu verbessern.

Der Verbandsgemeinderat verwies den Antrag mehrheitlich zur weiteren Beratung in den Bauausschuss. Dort sollen die Möglichkeiten an den einzelnen Schulstandorten hinsichtlich ihrer fachlichen und praktischen Umsetzbarkeit geprüft werden. Auch die Finanzierung wird betrachtet. Vorrangig sollen Förderprogramme von Bund und Land genutzt werden; zudem wird geklärt, ob Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes für kommunale Infrastruktur zur Verfügung stehen könnten.

Das Bauamt der Verbandsgemeinde ist nun aufgerufen, für die unterschiedlichen Schulstandorte passende Lösungen vorzuschlagen, um auch bei künftigen Hitzeperioden gute Lern- und Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.